Wir

        

Wir nehmen uns in den Arm und kuscheln, halten Händchen und trösten. Zicken uns an und ärgern uns. Geben uns Küsschen, liegen zusammen im Bett, stehen morgens gemeinsam auf und leben unser Leben. Zusammen.
10 Monate trug ich sie in meinem Bauch, für immer trage ich sie in meinem Herzen.
Meine Tochter, Liebe meines Lebens und der Grund, wieso ich jeden Tag ein Lächeln im Gesicht habe.

Soviel in 2 Jahren

        

Manchmal, da finde ich es unglaublich, wie groß unsere Tochter schon geworden ist. So erinnere ich mich noch genau, wie hilflos sie mit ihren kleinen Händen gezuckt hat, mit den Beinen gestrampelt hat und nur wenig grösser als die Hand des Mannes war (Ja wirklich, so winzig!).
Sie wurde größer und größer und wir feierten ihren ersten Geburtstag. Einige Wochen vorher fing sie an frei zu laufen und hielt uns auf Trap. Schon damals dachte ich mir, wie groß sie doch schon ist. Aber jetzt, an ihrem zweiten Geburtstag fällt es mir nochmal mehr auf.
Damals freuten wir uns, als sie zaghaft unsere Hand los ließ und die Welt erkundigte, heute ist das laufen zur Normalität geworden. Ich kann mir kaum noch vorstellen, wie das war, als sie noch krabbelte, rennt sie doch heute wie ein Flitzebogen umher.
Und sie versteht soviel. Klar, sie ist nun 2. Da ist man ja auch schon ein großes Mädchen. Aber sie ist auch erst 2! Diese ganzen Dinge, hat sie in 2 Jahren gelernt. 2 Jahre sind für uns Erwachsene doch nichts, in Kinderjahren aber eine Menge.
So isst sie mit Gabel und Löffel und fordert dies auch immer ein. Ohne Gabel wird nicht gegessen. Schmeckt es, kommt ein „Mhhhm“. Ihre Trinkflasche wird auf den Tisch gepackt und ein Untersetzer drunter gelegt, da stehen Mama und Papa’s Getränke ja auch immer. Und anheben muss man es, sonst kommt nichts raus. Sie schüttelt mit dem Kopf und sagt „Nein“, wenn sie etwas nicht möchte, weiss, dass Flaschen aufgedreht werden müssen, dass im Kühlschrank das Essen ist, man auf dem Stuhl sitzen muss, zum essen, der Abwasch in die Spüle kommt, der Müll in den Mülleimer. Sagt man ihr, sie solle etwas wegwerfen, geht sie in die Küche, öffnet den Mülleimer, wirft es rein und kommt zurück. Das Türgitter wird immer geschlossen, alle Türen macht sie hinter sich zu.
Zieht man sich oder sie an, will sie zur Tür und raus gehen, Jacken zieht sie allein aus, Hosen zieht sie an, bei Schuhen versucht sie es auch. Sie weiss genau, welche Kleidungsstücke sie mag und dreht und wendet sich dann stolz vor dem Spiegel.
Sie sagt „Danke“ und „Bitte“, winkt dem Telefon zu, wenn man sich verabschiedet und bringt es wieder zur Ladestation. Sie telefoniert damit stundenlang und kann die Tastensperre meines iPhones entsperren, die Kamera starten und ein Foto machen, den Musikplayer anmachen und dazu tanzen.
Wenn wir beim Supermarkt aus dem Auto steigen, holt sie sich einen Einkaufswagen, fährt auf Kommando, rechts, links und gradeaus, packt Dinge in den Einkaufswagen, die sie später aufs Kassenband legt und wieder in den Wagen packt. Danach bringt sie alles zum Auto, will den Kofferraum füllen und den Wagen zurück bringen.
Sie versteht, wenn man sie fragt, ob sie auf’s Töpfchen muss, läuft dann zum Badezimmer, öffnet die Tür, zieht sich die Hose runter, zupfelt an der Windel und setzt sich auf’s Töpfchen. Mit Erfolg.
Sie läuft Treppen, drückt den Aufzugsknopf und sprintet rein, macht die Musikanlage an, versucht, den Ventilator zu bedienen. Sagt man „Heia“, läuft sie in’s Bett und dort muss immer ihre „Katzi“ sein und ihre Kuscheldecke, sie gibt mir Zeichen, dass ich das Licht ausmachen soll und kuschelt sich ein.
Beim Fleischer fordert sie sofort Wurst ein, beim Bäcker Brot. Bei der Oma wird vor’m Küchenschrank auf Kekse gehofft und direkt zum Abstellraum gelaufen, einen Korb mit Spielzeug holen.
Fahren wir in die Straße, in der meine Familie wohnt, freut sie sich sofort und ruft „Hi“, beim Eingang „Wauwau“, weil der Hund bei unserer Ankunft bellt.
Sie macht „Ei“ und streichelt, gibt uns Küsschen und umarmt. Sie teilt ihr Essen und Trinken und freut sich, wenn sie jemanden füttern kann.
Kleinere Kinder betitelt sie als „Baby“ und die Fotos von ihr sind „Baby Carrie“. Babys muss man streicheln und bekuscheln, Babys sind in Mama’s Bauch (Ahja….).
Sie weiss, welchen Schlüssel vom Schlüsselbund in unser Schloss passt, sucht ihn zielsicher raus, steckt ihn ins Schloss und will die Tür öffnen. Papas Schuhe gehören in die Gaderobe, rumfliegende Sachen in die Waschmaschine. Nach dem Essen oder Zähne putzen wischt man sich den Mund ab, wenn die Finger dreckig sind, wird um ein Tuch gebeten.
Sie kann es nicht erwarten, bis Nudeln gekocht sind und trotzt, bis sie endlich fertig sind.
Sie kämmt ihre Haare, will sich mit dem Nagelknipser die Nägel kürzen, fordert Zöpfchen und fühlt sich mit Sonnenbrille cool.
Sie weiß, wo unsere Süssigkeiten liegen, gibt uns auf Nachfrage Dinge, nach denen wir sie fragen (Handy, Fernbedienung, Kissen, Schnuller, usw).
Sie hat einen Freund. Wenn sie sich sehen, wird sofort Händchen gehalten, sie umarmen sich und geben sich Küsschen.

Und das ist bei weitem nicht alles. 2 Jahre und eine wahnsinnige Entwicklung. Vom hilflosen kleinen Wesen zum großen Mädchen, mit Launen, Macken, Eigenarten und soviel Liebe.

Grillen, spielen, freuen

        

Vor kurzem kam die ganze Familie zusammen und wir haben im Garten meiner Familie gegrillt.
3 Kids und ganz viel Trubel. Es wurden Einkaufswagen durch den Garten gefahren, mit Handpuppen gespielt, Sand verschütet, Eis gegessen, geknuddelt, geknutscht und gelacht.
Ich liebe solche Tage. Allein an dem Tag sind um die 200 Fotos entstanden, von Oma Knuddlern bis zu den Küsschen für den Papa, ist alles dabei. Fotos mit den Anderen gibt es nur bei meinem privaten Facebook Account, Bilder von der Maus und uns könnt ihr hier sehen. Solche Momente sind wirklich Gold wert…