Die Zeit rast – 11 Monate

        

11 Monate. Die Monatszahl, die einem bewusst werden lässt, dass es nur noch wenige Wochen sind, bis ich kein Baby mehr habe, sondern ein waschechtes Kleinkind.
Wir befinden uns auf der Zielgeraden, sind im Endspurt, in einem Monat wird Carrie ein Jahr alt.
Von Tag zu Tag rückt das Datum näher und für mich wird es immer unvorstellbarer.
Vor einem Jahr war ich noch schwanger, lief mit Kugelbauch umher, jammerte über Wehwehchen und fieberte der Geburt entgegen. Dann war sie da, das kleine Minibaby mit zarten 48cm, man hatte das Gefühl, man würde sie zerbrechen, so winzig war sie. Die ersten 3 Tage im Krankenhaus, die ersten Tage zuhause, als neue kleine Familie.
Kuscheln, stillen, den Kinderwagen schieben, jeden Abend mit ihr im Arm einschlafen, ihren Duft riechen und etliche Tränen vergiessen, weil es so wundervoll ist.
Und jetzt werden sie wieder vergossen, weil diese Zeit, wo jeder sagte, „Geniess sie!“, so schnell um ist. Man mit jedem Tag Fortschritte sah, ihr beim wachsen zuschaute und still und heimlich aus dem Neugeborenen ein großes Mädchen wurde.
Und auch das ist wundervoll!
So schön die erste Zeit auch war, so schön ist es auch, täglich zu sehen, wie sie sich entwickelt.
Wenn sie so da liegt abends, eingekuschelt in ihre Decke, sieht man erst, wie groß sie tatsächlich schon ist. Grösse 74 wird getragen, aber bis zur 80 ist es nicht mehr weit.
Was damals nur ein paar Fuseln waren, sind nun hellbraune Haare, die am Hinterkopf langsam lockig werden. Man kann hinein greifen und sie sind unglaublich weich. Wenn Carrie müde ist oder nervös, werden da ganz schnell schon mal die Hände an den Kopf geworfen und an den Haaren gezogen – So, wie sie auch von Anfang an mit meinen Haaren gespielt hat.
Ihre blauen Augen strahlen, vor allem, wenn sie lacht – Und das tut sie täglich. Egal ob wegen einer Grimasse, weil wir uns mit ihr unterhalten, mit ihr spielen oder sie sich freut, gelacht wird hier jeden Tag.
Mein Herz erweicht jedes Mal, dieses herzliche Lachen, diese unglaubliche Freude, dieses pure Glück.
Unser größtes Glück. Unser kleines großes Mädchen.

Auf 2 Füßen wird hier grad die Welt entdeckt. Kaum eine Minute gibt es, wo sie mal nicht in Action ist, überall wird gelaufen, sei es der Tisch, der Fernsehschrank oder man schiebt den Hochstuhl oder den Püppi Wagen quer durch die Wohnung. Am besten ist aber immer noch mit Mama und Papa an der Hand laufen. An beiden Händen wird hier dann gelaufen und am liebsten nie wieder aufgehört. Auch an einer Hand wird es immer besser. Was erst mit vielem wackeln anfing, geht nun richtig schnell und sicher.
Und wenn Mami die Händchen dann einfach mal los lässt, merkt man es erst gar nicht und steht frei. Aber wehe, man kommt dahinter – Schnell wieder auf den kleinen Windelpo! Immer öfter vergisst sie aber das festhalten und steht auch ohne Stütze.
Bis vor kurzem wurde gnadenlos gemeckert, bis sie hochgehoben wurde, damit sie in unser Bett kann, auch die Zeiten sind nun vorbei. Kaum spricht man das Wort „Bett“ aus, krabbelt sie schnurstracks ins Schlafzimmer, stellt sich ans Bett und klettert hoch. Oben angekommen, freut sie sich darüber und hüpft gradezu über die Kissen, lacht, krabbelt und wirft sich umher.
Das kuscheln wird wieder größer geschrieben, ganz zur Freude von Mama und Papa. Während des spielens, oder vor allem, wenn sie müde ist, kommt sie zu uns an, will auf den Arm und schmiegt sich an den Oberkörper.
Die schlimmen Nächte sind zum Glück endlich vorbei. Es wird wieder, fast immer, durchgeschlafen und unruhig ist hier auch nichts mehr. Zahn Nummer 7 ist nämlich durchgebrochen und quält endlich nicht mehr!
Dafür schimmern schon die beiden oberen Eckzähne durch…
Sie hasst baden. Egal, ob mit jemanden zusammen, alleine oder nur eine kurze Dusche, es wird geschriehen und es ist erst wieder ok, wenn man sich wieder eingekuschelt im Trockenen befindet.
Doch in ihrem 10.Lebensmonat waren wir das erste Mal mit ihr an einem See. Erst wurden zaghaft ein paar Schritte gemacht, beim zweiten Mal wurde es aber direkt mutiger. Mit Mama als Stütze an der Hand lief sie. Und lief. Bis nur noch ihr Kopf aus dem Wasser ragte und wieder zurück. Mit den Füßen wurde geplanscht, mit den Händen das Wasser gefühlt, mit dem Mund geschmeckt. Danach spielte sie im Sand und krabbelte direkt ins Wasser zurück.
Immer neugieriger beobachtet sie hier unsere Nachbarskatze – Da wird an’s Balkonfenster gekrabbelt und durch die Scheibe gestreichelt. Immer mit einem Blick auf Mama, falls doch Gefahr naht.
Reden tut sie wie ein Wasserfall. Ob mit uns, mit ihrem Spielzeug oder wie aus dem Nichts im Auto. Ihre Lieblingslaute sind immer noch „Dadada“, aber immer wieder hört man auch ein bewusstes „Mama“ und nicht nur „Mammammam“, „Gockgockgock“ und „Blöö“ wird auch oft gesagt. Wenn wir ihr mit „Deydeydey“ antworten, wird gelacht und wenn ihr etwas schmeckt, sagt sie „Nomnomnom“.

Es ist wahnsinnig schön, Mutter dieses wundervollen Kindes zu sein, unglaublich zu sehen, was sie lernt und nahezu unbeschreiblich, diese Liebe zu spüren. Von ihr und von uns. So etwas kann man nicht beschreiben, denn es gibt einfach keine Worte dafür.
Es ist Liebe. Es ist Glück. Es ist Leben. Pur und wunderschön.

(Mit dem Püppi Wagen durch die Gegend laufen / Das erste Mal Wurst beim Schlachter bekommen (Ja, wir sind da nicht so oft, deswegen erst jetzt… / Kuschelzeit / Tollsten Augen der Welt)

10 Monate – Die Maus wird groß

        

10 Monate. Wahnsinnig tolle 10 Monate.
10 Monate mit täglichem Babylachen, mit neuen Erfahrungen, wundervollen Momenten und ganz viel Liebe.
Vor allem in den letzten 2,3 Wochen merke ich immer mehr, wie mein kleines Minimäuschen zum richtigen Kleinkind wird.
Wann ist sie so groß geworden? Wo ist das zahnlose Lächeln? Wo sind die kleinen, fast nur erahnbaren, Stoppelhärchen?
Sie ist nun ca. 75cm und hat 9,5 Kilo. Nix mehr mit 48cm und 2600 (später dann auch nur noch 2100) Gramm.
6 Zähnchen sind da, 2 unten, der Rest oben. Und schon wieder wird ganz dolle gezahnt…
Die Haare werden stetig mehr und am Hinterkopf lassen sich leichte Wellen erahnen.
Grösse 74 passt super und die letzten Hosen in 68 passen auch nicht mehr.
Im Buggy wird man nur noch mit einer Schnalle befestigt, die Armschlaufen sind weggefallen. So kann man ja auch viel besser kerzengrade sitzen und alles begutachten und antatschen.
Fremdeln wird groß geschrieben und nur Mama, Papa und Oma sind wirklich ok. Bei allen anderen wird schnell geweint, hektisch mit den Armen gewedelt und zu Mama oder Papa auf den Arm gewollt.
Mittagsgläschen werden verpöhnt und wurden somit abgeschafft. Lange haben wir gehadert und es wieder versucht, aber es ist nichts zu machen. So isst Carrie abends bei uns mit und fordert dies auch regelrecht ein. Tagsüber gibt es dann verschiedene Obst/Zwieback/Abendbreie oder mal ne Milch.
Diese wurde im Übrigen auch umgestellt – Folgemilch 3 herrscht nun hier und man merkt deutlich, dass es sättigender ist.
Carrie liebt Babys! So haben wir 4 Tage hintereinander eine Freundin gesehen und Haylie und Carrie sind Freunde geworden. Auch wenn sie gar nicht ladylike mit ihr umgeht.. Da wird die Flasche geklaut, der Schnuller und das Spielzeug gemopst oder einfach mal zur Seite weggestossen.
Auch andere Kids interessieren sie – Bei jedem Baby oder Kleinkind wird sich umgedreht, hinter her geguckt oder mit den Händen gewedelt.
Laufen ist hier voll im Kurs. Es wird an Möbeln spaziert, der Hochstuhl durch die Gegend geschoben, den Püppiwagen gefahren und an der Hand gelaufen. An 2 Händen mittlerweile super schnell und ganz sicher, an einer Hand wird es auch immer besser.
Und stehen ist sowieso das normalste der Welt. Kaum findet man was, zack, wird sich hingestellt. Hinplumsen lassen klappt auch und mit einer Hand ja sowieso.
Leider ist das baden noch sehr verpöhnt. Da wird geschriehen, geweint und um sich geschlagen, egal, ob baden oder abgeduscht werden. Auch nicht mit Papa zusammen. Und wenn man in der Badewanne steht und duscht, wird sich davor gestellt und so lange gemotzt, bis man wieder raus kommt. Dasselbe gilt übrigens für den Fön. Kaum ertönt dieser, kommt sie angekrabbelt, setzt sich vor einem und meckert, was das Zeug hält. Hinter dem Staubsauger aber wird hinterher gekrabbelt und versucht, ihn auszuschalten.
Nach langer Zeit wurde auch wieder bei der Oma übernachtet. Direkt 2 Mal, aber es war ok und für Mama und Papa wohl schlimmer, als für Carrie.
Und kaum ist man wieder da, kann sie auf einmal winken. Zwar nur, wenn sie es grad will, aber dann auch richtig.

Man merkt förmlich, wie Carrie von Tag zu Tag größer wird. Immer mehr lernt und vor allem das Babysein ablegt. Unser Mädchen wird groß…

9 Monate Babyliebe

        

Als wäre es gestern gewesen, schrieb ich den 8 Monats Blogpost über Carrie.
Und nun? Wieder ein Monat um!
Jetzt ist unsere kleine große Maus schon 9 Monate alt, unglaublich. Noch 3 Monate und sie ist kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind… Wo ist die Zeit nur geblieben? Da hatte ich grad eben noch eine dicke Kugel, dann ein kleines Mini-mini-mini Baby auf dem Arm, welches zerknautscht versuchte, die Augen offen zu halten und nun turnt hier ein kleines Beinahe Kleinkind durch die Wohnung. Uff!

Und was hat sich so getan?
Im letzten Monat wurden die ersten Krabbeltouren gemacht und jetzt ist das alles schon wieder fast unwichtig. Viel wichtiger: Stehen!
Erst zaghaft an Mami festhalten und hochziehen oder die Getränke Kiste dafür benutzen und nun wird eine gefühlte Ewigkeit überall rumgestanden. Am Tisch, am TV Schrank, am Schreibtisch, Windelkarton, Babybett, Beistellbett, unser Bett, Badewanne und so ziemlich alles, was ihr in den Weg kommt. Kaum wach und schwups, erstmal eine Runde stehen.
Das hinsetzen klappt von der Stehposition auch immer besser. Zwar wird noch oft gemotzt, aber genauso oft vorsichtig nach hinten fallen gelassen, damit man sanft auf dem Windelpo landet.
Außerdem wird man immer mutiger. Mit einer Hand festhalten klappt super, vom stehen aus bücken und etwas aufheben genauso. Alles kein Problem!
Auch die ersten Schritte sind schon gelaufen worden. Ganz vorsichtig und Schritt für Schritt mit der Oma und mit mir vom Schlafzimmer, durch den Flur, ab ins Wohnzimmer. Zwar auch das alles ganz zaghaft und langsam, aber es wird. Jetzt läuft sie schon wie ein Könner an meinen beiden Händen durch die Wohnung.
Grösse 62 und 68 passen nur noch teilweise. Einige Pullis in 68 sind zwar noch da, Hosen in 62 passen auch noch einige Wenige, aber die Macht im Kleiderschrank hat Grösse 74. Und dann schummelt sich sogar Gr. 80 unter…
Demnach ist nun die Babyschale zu klein geworden und ein neuer Autositz musste her. Die ersten Fahrten hat sie hinter sich und pudelwohl fühlt sie sich darin auch.
Gegessen wird hier am liebsten Banane-Apfel Quark oder auch mal ein paar Happen von Mama und Papa. Warum auch Brei, wenn man schon Zähne hat und „Erwachsenen Essen“ doch soviel besser ist?
Und weil man Mama und Papa so gern hat, verteilt man ganz oft Küsschen. Einmal ein Knutschgeräusch in ihre Richtung machen und es werden fleissig Luftküsschen gegeben.
Schüchtern dagegen ist sie bei der Männerwelt. Der Uropa wird noch skeptisch angeschaut, bei Bekannten und Fremden die Hände hochgerissen und verlegen durch die Gegend geschleudert. Aber wehe, man sagt, sie ist hübsch – Da kommt sofort das Grinsen durch!
Sitzt sie auf dem Boden oder im Hochstuhl und hat nichts zu tun, wird sich gern an den Haaren gerupft oder am Kopf gekratzt – Als würde sie nachdenken, sieht es dann aus. Gern wird auch an den eigenen Zähnen rumgepult, ist es doch schließlich so spannend. Zahn Nummer 5 ist immer noch unterwegs, aber nun ganz kurz vom Durchbruch.
Geschlafen wird am liebsten mit Papa. Also bitte daneben legen, nochmal knuddeln und warten, bis die kleinen Kulleraugen zufallen!

Ein Monat und es tut sich soviel. Jeden Tag ist es einfach nur unglaublich, was für Fortschrite sie macht, wie sie lernt und versteht. Jeder Tag – Pures Glück und volle Liebe.