7 Monate Baby sein

        

Mit 7 Monaten…

– Ist der dritte und vierte Zahn (unten) durchgebrochen, diesmal fast ohne Zähnchen Drama
– Dafür macht der erste Zahn oben Probleme, ganz viel Aua beim Mini
– Gedreht wird sich weiterhin nur im Notfall, irgendwie ist das nicht interessant genug…
– Dafür hopst man den lieben langen Tag auf dem Rücken durch’s Wohnzimmer, herrlich, wie das aussieht!
– versucht man immer öfter in den Vierfüßlerstand zu kommen und der erste Schritt, rückwärts, ist auch schon geglückt
– Stehen ist toll! Überall wird versucht, in die Stehposition zu kommen, wenn’s doch nicht so schwer wäre..
– passt Grösse 68 nun super, 62 wird langsam zu klein
– Spießen die Haare wieder! Ganz hell und ganz fein
– Während die Maus ihren Bruder knutscht, kann man so super Nudeln und Nuggets von ihrem Teller verdrücken
– Ist BLW weiterhin viel besser, als Brei – Der wird nämlich absolut verschmäht
– hat Reis das Lieblingsessen Nudeln abgelöst
– Kann man bei Papa in der Trage wunderbar schlafen
– Hat man Erdbeeren vedrückt und war am ganzen Körper, samt Windel, rot verschmiert
– Versucht man im liegen den Kopf so hoch es geht zu machen, um irgendwie sitzen zu können
– Zieht man den lieben langen Tag die Söckchen aus
– Hat man viel Zeit im Garten verbracht und Gras gerupft
– Darf man mit den Barbies der Schwester spielen
– Isst man bei grillen grundsätzlich mit und probiert auch mal Bratwurst
– hasst man staubsaugen

6 Monate Baby sein

        

Mit 6 Monaten…

– Ist man schon ein halbes Jahr alt! Der Wahnsinn..
– Hat man Anfang des Monats das erste Mal ein Brötchen gegessen und war begeistert (Und hat bitterlich geweint, als es wegfiel)
– Hat man schon 2 Mal Banane gegessen (1/4 Banane ist drin geblieben) und konnte kaum genug bekommen
– Fand man Fleisch gar nicht lecker, Kartoffelmatsch aber dafür umso mehr
– Hat man Tomate probiert und fand es super
– Nuckelt man liebendgern an Baguette und Brot herum und wird hysterisch, wenn es wegfällt
– Wurde Wassermelone regelrecht verschlungen und Gurke gleich ganz in den Mund gestopft
– Versucht man sich immer wieder nach vorn zu robben, kommt aber bisher noch nicht sehr vorran
– Hopst man mit dem Popo so lang herum, bis man sich einmal um sich selbst gedreht hat
– Hat man das Ding mit dem umdrehen immer noch nicht raus
– Mag man die Trage wieder lieber und guckt neugierig herum oder kuschelt mit Mama
– Liebt man es, sich im Spiegel oder in der Handyfrontkamera zu sehen
– Ist man verrückt nach dem Handy und wird ganz nervös, wenn man es sieht
– Macht man abends ein bißchen Einschlafterror, wenn es ins Beistellbett geht
– Schläft man immer öfter bis um 7 Uhr, statt bis um 5 Uhr
– Trägt man immer mehr Grösse 68
– Sind endlich die ersten 2 Zähnchen durchgebrochen
– Hat man die Füße entdeckt und liebt es, sie festzuhalten
– Macht man gern „Bwwwwwh“ Geräusche und sabbert ganz viel
– Spielt man bis zu einer Stunde im Laufgitter, aber nur abends
– Schaut man gierig zu, wenn Jemand in seiner Nähe isst
– Grinst man den lieben langen Tag, vor allem bei der Schwester

Der Alltag zu Viert

        

Leute, haltet die Zeit an! Eben war ich noch im Kreissaal und hab diese winzig kleinen Händchen bewundert, mit den perfekten Fingernägeln, habe über das stolze Geburtsgewicht gestaunt und war fasziniert von diesem kleinen Wunder, was wirklich, wirklich in meinem Bauch gewachsen ist und nun? Ist der kleine Mann schon über 4 Monate alt.
Nach genau 24 Stunden haben wir uns nach der Geburt aus dem Krankenhaus entlassen, nachdem wir das große Glück hatten, die erste Nacht zu Dritt, kostenlos, im Familienzimmer schlafen zu können.
Der Blutzucker wurde mehrfach kontrolliert, der Minimann hat gut getrunken (Kaum auf der Welt hat er im Kreissaal sein erstes Fläschchen weggezogen) und da auch bei mir alles in Ordnung war, durften wir fast zur selben Zeit, wie er am Vortag zur Welt kam, das Krankenhaus verlassen. Familienzeit!
Der Mann hatte 2 Wochen Urlaub und so konnten wir wirklich entspannt zuhause ankommen und uns an die neue Situation gewöhnen. Es wurde gekuschelt, gekuschelt und nochmal gekuschelt.
Und dann waren wir auf einmal völlig im Alltag angekommen. In der Schwangerschaft habe ich mir viele Gedanken gemacht – War es doch noch zu früh? Ist die Maus noch zu jung? Wird sie eifersüchtig sein? Wie wird es, wenn ich allein bin und die Maus ins Bett bringen muss? Wird sie verstehen, dass der kleine Bruder viel Aufmerksamkeit braucht? Und wie wird es überhaupt, mit Kleinkind und Baby?
Ich kann euch sagen: Es ist wundervoll.
Die Maus kam am Morgen, nachdem der Mini zur Welt kam, ins Krankenhaus und bewunderte ihn direkt. Ihr mitgebrachtes Kuscheltier legte sie direkt neben ihn, damit er etwas zum kuscheln hat, streichelte ihn vorsichtig und war sofort verzaubert. Und ich hab Rotz und Wasser vor soviel Liebe geheult.
Sie freute sich, als wir aus dem Krankenhaus kamen, bei jedem Piep lief sie sofort zum Baby, schaute, ob alles in Ordnung ist und beschützte ihn sofort. Weint er, gibt sie ihm den Schnuller, hilft das nicht, fordert sie Milch für ihn ein. Sie deckt ihn zu, achtet darauf, dass er keine Milchflecken am Mund hat und ist er im Laufgitter macht sie ihm die Spieluhr an und beobachtet ihren Bruder.
Selbst beim wickeln ist sie dabei! Da wird ein Stuhl rangeschoben, damit man auf die Wickelkommode gucken kann und genau zugesehen, wie der Papa oder die Mama den Popo sauber macht – Auch wenn’s mal stinkt. Sie riecht sogar an der Windel, um zu schauen, ob er gewickelt werden sollte!
Immer wieder küsst sie ihn, streichelt und hält seine Hand. Wenn man sonst kaum an ihre Haare darf – Der kleine Bruder darf drin herumwuscheln oder ihr auch mal herzhaft die Nase anknabbern.
Sie schaut nicht nur für sich in Läden, sondern auch für ihn, räumt seine Windeln in den Schrank und sucht seine Kleidung aus. Und wehe, er weint und man bekommt ihn nicht direkt beruhigt – Sie leidet sofort mit, singt ihm etwas vor und versucht alles, damit es ihm besser geht.
Die Beiden liegen zusammen auf der Krabbeldecke und lachen zusammen, sie kitzelt ihren Bruder und macht soviel Quatsch, bis er anfängt zu grinsen und los zu lachen. Sie hat ihn im Arm und erklärt der ganzen Welt, dass er IHR Bruder ist – Und Niemand Anders ihn haben darf.

Der Alltag ist weitesgehend auch entspannt. Die Maus versteht, dass ihr Bruder mehr Aufmerksamkeit braucht und trotz, dass er am liebsten durchgehend auf dem Arm kuscheln möchte, hat auch sie die Zeit mit uns und wird nicht vernachlässigt. Wir kuscheln, spielen und man merkt keinerlei Eifersucht. Im Gegenteil, oft fordert sie sogar ein, dass wir mit dem Mini kuscheln sollen.
Da wir (Oder ich) viel tragen, läuft auch einkaufen und co. ohne Probleme ab. Der Mini kommt in die Fräulein Hübsch und das Mäuschen in den Einkaufswagen. Der Kleine fühlt sich pudelwohl in der Trage, es ist schnell umgebunden und man hat die Hände frei – Perfekt!
Er hat auch keine Probleme damit, wenn es um ihn herum mal lauter ist und kann trotzdem einschlafen – Oder neugierig umher gucken. Dafür ärgert er uns dann, wenn es Abendessen gibt – Babys liegt es doch im Blut, dass sie immer wach werden oder Hunger haben, wenn es Essen gibt, oder? Eben noch seelig geschlummert und kaum steht das Essen auf dem Tisch, zack, hellwach und bitte danke sofort Bespaßung. Hachja…

Ich bin mir sicher, je größer er erstmal wird, desto anstrengender wird es. Und ich freu mich drauf. Auf die Zeit, wenn er umher krabbelt und die Maus wahnsinnig macht, weil er ihr Spielzeug klaut. Wenn er seine ersten Schritte macht und die Maus seine Hand dabei hält. Wenn er anfängt zu reden und nicht nur Mama und Papa sagt, sondern Carrie. Wenn die 2 sich umarmen und miteinander spielen. Sich streiten, versöhnen und uns zusammen wahnsinnig machen.
Auf alle kleinen und großen Momente, die noch kommen werden und uns zeigen, dass es genau das Richtige war und ist.