So schnell und turbulent die Geburt auch verlief, so ruhig und angenehm war die Zeit im Kreißsaal. Noch im Stationsbett (auf das Kreißsaal Bett hatte ich es ja nicht mehr geschafft) bekam ich die kleine Maus sofort auf den Arm und die Nabelschnur pulsierte aus. Wir bekamen Raum nur für uns 3 und nach einiger Zeit kamen die Hebammen wieder, der Mann durchschnitt die Nabelschnur, während die Hebamme sogar ein Foto davon machte. Wir bekamen mit, wie die Plazenta untersucht wurde und alles wurde uns genau gezeigt – Z.B. wo die Fruchtblase platzte und dass noch 2 Nebenplazenten da waren. Wir zogen auf das Kreißsaal Bett um, ich legte sie das erste Mal an und nach einer Stunde wurde die U1 gemacht. Da kein Familienzimmer frei war, bekamen wir alle Zeit der Welt, um völlig in Ruhe zu kuscheln. Um 22 Uhr aßen wir sogar noch Pizza vom Lieferservice im Kreißsaal, bis wir gegen 23 Uhr auf die Station wechselten – Der Mann schob mich bis aufs Zimmer und fuhr nach Hause, während meine Nacht aus Babykuscheln bestand. Die Zeit im Kreißsaal war so ruhig, locker und angenehm – Wir lachten und unterhielten uns mit den Hebammen, hatten intensives Bonding und konnten wirklich in Ruhe ankommen und diese doch so kurze Geburt verdauen. In der Kinderwunschphase sagte ich noch: „Ich hätte gern ein Frühlingsbaby“ – Als wir aus dem Kreißsaal kamen, hing ein Schild daran – Es hieß „Frühlingszimmer“…
Die Zeit nach der Geburt
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