1,5 Stunden bis zum Glück

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Es ist 8 Uhr morgens. Der Mann greift zum Hörer, wählt die Nummer des Kreissaals und meldet sich mit unserem Nachnamen. Weiter reden muss er gar nicht, denn „Kommen sie vorbei, es wird eingeleitet!“ – Mit diesen Worten weckt er mich und ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen muss. Wirklich? In keinster Weise hätte ich damit gerechnet, dass der vorige Tag im Krankenhaus wirklich etwas bewirkt, aber so kann man sich täuschen. Ich schlucke, unterdrücke Tränen und rufe meine Mutter an, greife zum Handy und schreibe den Mädels über WhatsApp. Sollte ich wirklich bald mein Baby im Arm halten können?
Zitternd gehe ich ins Badezimmer, springe unter die Dusche, schminke mich ein wenig und packe die letzten Sachen in die Kliniktasche. Das Mäuschen freut sich riesig, ein Oma Tag! Obwohl wir nicht glauben, dass sie über Nacht bleiben muss, sondern der Mann sie abends wieder abholt, da sich eine Einleitung ja ziehen kann, packe ich ihre Kuscheldecke und einen Schlafanzug ein. Bevor wir gehen, ein letztes Bauchbild vor dem Spiegel, welches ich bei Instagram und Twitter poste. Heute bin ich genau 38+6. Ob es wirklich das Letzte sein wird?
Wir bringen die Maus zu meiner Familie und lassen sie bei ihrer Uroma, denn meine Mama kommt mit ins Krankenhaus. Es wird ca. 45 Minuten lang CTG geschrieben, doch keine einzige Wehe zeigt sich. Was am Freitag noch so regelmäßig war, ist nun komplett verschwunden. Die Ärztin untersucht mich und entscheidet: Eingeleitet wird mit Gel. Die minimalste Dosis wird genommen und gegen 11 Uhr sitzt das Gel. Weitere 2 Stunden CTG. Langsam zeigen sich kleine Wehen, doch der höchste Wert zeigt 58 an, Geburtswehen dagegen sollten doch bei 100 liegen… Zwischendurch schaut die Hebamme hinein, fragt mich, ob ich die Wehen spüre, doch ich verneine. Das sollen Wehen sein? Ich merke rein gar nichts. Meine Mutter verabschiedet sich erst einmal, die Hebamme eröffnet mir, dass heute nichts mehr passiert und ich lediglich um 18 Uhr untersucht werden soll. Unmut macht sich breit. Weiter eingeleitet wird dann erst morgen. Mit solchen Wehen wird das heute nichts mehr, denke ich… Ich muss dort übernachten, ohne Baby, ohne Kind, ohne Mann. Und dabei hasse ich Krankenhäuser so sehr! Ein kleiner Lichtblick allerdings: Sie schickt mich in ein Familienzimmer, in dem ich allein bleiben kann, sofern niemand mehr dazu kommt. Wenn das Baby dann da ist, darf der Papa eine Nacht kostenlos mit übernachten – Zumindest ein schwacher Trost.
Der Mann und ich gehen in die Cafeteria, bevor mir schon jetzt die Decke auf den Kopf fällt. Trotz Wucherpreisen holen wir uns Eis und setzen uns, während ich langsam aber sicher doch leichte Wehen verspüre. Sobald eine Wehe anrollt, muss ich das Gesicht verziehen, aber wirklich schmerzhaft ist was anderes. Alle 3 Minuten wehe ich vor mich hin. So soll ich hier die Nacht verbringen? Erholsamen Schlaf kann man das dann wohl nicht nennen…
Wir gehen wieder auf’s Zimmer und kaum sind wir da, werden die Wehen schmerzhafter. So kann ich doch heute Nacht nie im Leben schlafen! Ich versuche mein Handy zu nehmen, um den aktuellen Stand zu twittern, doch ich schaffe es kaum. Es ist 16:30 und verzweifelt schreibe ich den Mädels, dass die Wehen unglaublich weh tun. Ich öffne Twitter und komme nur noch dazu, „Scheisse“ zu schreiben, das „…tun Wehen weh“, muss der Mann übernehmen.
Ich kann weder sitzen, noch liegen, halte mich krampfhaft am zweiten Bett im Zimmer fest und übergebe dem Mann mein Handy. Wir rufen meine Mutter an, die mir in der Cafeteria schrieb, dass das Mäuschen mit uns telefonieren möchte. Mit zusammen gebissenen Zähnen erzähle ich, wie es mir geht und meine Mama will sich sofort auf den Weg machen. „Lass dir Zeit, das dauert noch“ sagen wir noch, denn meine größte Hoffnung ist bisher, dass sich durch die Wehen überhaupt was am Muttermund tut. Die Wehen schmerzen und hatte ich vor ein paar Minuten noch gesagt, dass es noch geht, kann ich jetzt nur noch „Kreissaal!“ sagen. Der Mann geht aus dem Zimmer, sagt auf der Station Bescheid und es wird schon mal im Kreissaal angerufen. Auf Socken, Hand in Hand mit dem Mann laufe ich rüber – Die Wehenpause hält bis zum Kreissaal Flur. Ich schaffe es nicht mehr, bis zum Kreissaal zu gehen, in dem ich noch vor ein paar Stunden am CTG lag, klammere mich an ein rumstehendes Bett und veratme die nächste Wehe. Nachdem diese vorbei ist, geht es rein und schon rollt die nächste Wehe an. Die Hebamme empfiehlt mir, mich an den Stangen dort im Zimmer festzuhalten, denn sitzen und liegen sind immer noch undenkbar. Sie versucht mir so gut es geht, das CTG anzulegen, fragt mich nach meiner Einschätzung, wie lange es wohl noch dauern wird, doch ich kann nicht antworten. Wie lange es wohl noch dauern wird? Eine Stunde? Mehr? Weniger? Ich weiß es nicht. Sie verlässt den Raum und ich wünsche mir nur ein Haargummi und die vorhin gekaufte Fanta herbei, solch einen Durst habe ich. Der Mann läuft zurück auf’s Zimmer und ruft unterwegs meine Mama an, es eilt nun wohl doch… Kurze Zeit später sind beide zurück, während ich keine Wehenpause mehr verspüre und nur noch Schmerzen habe.
Ich wünsche mir, dass ich mich auf das Bett legen kann, versuche rüber zu gehen und mich hinzulegen. Doch kaum liege ich, springe ich wieder auf, kann die Wehen im Liegen nicht aushalten und halte mich wieder an den Sprossen fest. Mein Kreislauf sinkt immer weiter ab, dennoch ist stehen das einzige, was im Moment in Frage kommt.
Auf einmal läuft es. Die Fruchtblase! Im Stillen danke ich der Hebamme vom Vormittag, dass sie mir schon dieses „hübsche“ Höschen, inklusive dicker Einlage gegeben hat, denn so wird das Fruchtwasser direkt aufgehalten.
Die Wehen sind unglaublich stark und ich verspüre nur noch den Drang zu pressen, kann es nicht mehr aufhalten und hoffe inständig, dass der Muttermund mittlerweile auf ist. Die Hebamme wird gerufen, kommt herein und beordert mich zur Untersuchung auf’s Bett. Wiederwillig gebe ich dem nach, obwohl ich nur noch gekrümmt an den Stangen stehen kann. Nicht eine Minute konnte ich mich davon weg bewegen, bei jeder Wehe gehe ich mehr in die Knie, mein Kreislauf zeigt mir nur noch Sterne.
Kaum auf dem Bett, sieht man schon die Haare des Babys. Wie bitte? So schnell? Sie ruft den Arzt und schon geht alles ganz schnell. Die Herztöne des Kleinen fallen rapide ab und ich soll pressen. Auf die nächste Wehe warten? Undenkbar. Der Arzt drückt auf meinen Bauch, ich halte die Hand meines Mannes, der neben mir auf dem Bett sitzt und meiner Mutter, die neben mir steht. Ich presse, will eine Pause machen, auf die nächste Wehe warten, doch ich soll es nicht. „Scheisse, tut das weh!“ zische ich, zu mehr bin ich nicht fähig. Er muss raus, der Kopf ist draußen, bald ist es geschafft. Ich muss pressen und endlich ist es vorbei, er ist da!
Es ist 17:29 Uhr. Keinen einzigen Ton kann man von ihm vernehmen, doch alles ist in Ordnung. Der Kleine wird mir auf den Oberkörper gelegt und ich kann es kaum fassen, dass er nun wirklich da ist. Habe ich mich doch grade erst damit abgefunden, die Nacht hier ohne Baby zu verbringen, so ist er jetzt schon in meinen Armen. Es ging alles viel zu schnell, für mich, für ihn. Er braucht Sauerstoff und der Mann hält den winzigen Schlauch vor seine kleine Nase. Soviele Haare! Und wie er sofort versucht, sein Köpfchen zu heben… Wir haben jetzt wirklich ein kleines Baby. Unfassbar.
Wir werden allein gelassen und ich kann es einfach nicht glauben. Einige Zeit später kommt die Hebamme wieder, zur U1. Unglaubliche 3950g bringt der kleine Mann auf die Waage, ist dabei aber nur 50cm groß. Es sind 8 Tage vor dem errechneten ET, wie schwer wäre er wohl über Termin gewesen?
Der Papa darf ihn das erste Mal wickeln und anziehen, wir kuscheln noch eine Ewigkeit auf dem Kreissaalbett, bis ich aufstehen darf, um kurz zu duschen. Als wäre ich nie schwanger gewesen, fühle ich mich fit, wie lange nicht mehr und laufe letztendlich rüber zurück auf’s Zimmer – Diesmal das Babybett schiebend.
Gegen 16 Uhr fingen die Wehen an, gegen 17 Uhr ging es in den Kreissaal und um 17:29 war alles wieder vorbei – Obwohl wir ein paar Stunden zuvor nicht mal damit gerechnet haben, noch am selben Tag ein Baby im Arm zu halten. Willkommen kleiner Jace Milas, wir sind verliebt – Seit der ersten Sekunde.


(Oben: Der Kreissaal (Das Gelbe ist das Bett) / Unten: Die ersten Fotos)

Hier geht’s zu den vorigen Blogpostings zur Schwangerschaft:
„Von Wehen, Weihnachten und Grenzen“ – Vorzeitige Wehen – Ein Silvesterkind?
„Halbzeit!“ – Die Halbzeit ist erreicht und es gibt 3D Bilder
„Die Babywelt ist Blau“ – Das Outing – Mädchen oder Junge?
„4 zu 0 und ein Pünktchen für uns“ – Der erste Frauenarztbesuch
„Lasst das hibbeln beginnen – Oder so ähnlich“ – Der positive Test
„Aus 3 mach 4 – Ein kleines Herzchen“ – Schwanger!

Babybauch Shooting

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Im Januar, kurz vor der Geburt vom Mini hatten wir noch ein Babybauchshooting. Lange haben wir hin und her überlegt, ob wir eins machen sollten, hängen da ja auch ziemliche Kosten dran… Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, denn schon bei der Maus haben wir keins machen lassen und uns am Ende ziemlich geärgert. Also – Ab ins Studio!
30 Minuten lang wurde ich geschminkt, dann erst wurden Fotos gemacht. Mit der Maus, mit dem Mann, mit Shirt, ohne Shirt, mit Schnullerkette, Schühchen, Seifenblasen und co.
Alle Fotos kann ich hier leider nicht zeigen – Dafür sieht man doch zuviel Haut, hihi – Aber ein paar muss ich einfach mit euch teilen.
37+2, 11 Tage, bevor der kleine Mann geboren wurde.


Der Countdown, noch vier Wochen

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Der Countdown ist gestartet, der letzte Schwangerschaftsmonat ist angebrochen. Januar oder Februar?
Nach dem letzten Frauenarzt Termin klingelt direkt am Folgetag das Telefon. Da es mir in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen unglaublich schlecht geht, mit Übelkeit und Erbrechen, schickte die Ärztin mit Dringlichkeit Blut raus. Resultat? Schilddrüsenwerte sind völlig im Eimer und Tabletten Einnahme erforderlich. Auch das noch! Immerhin wäre das eine Erklärung…
Ich fange an Himbeerblättertee zu trinken. Ob er etwas bewirkt? Ein Versuch ist es ja wert. Immer wieder habe ich leichte Wehen, aber noch ist es nichts halbes und nichts ganzes. Wir ershoppen noch ein paar Kleidungsstücke in Anfangsgrösse auf dem Babyflohmarkt, das letzte Mal wird der Ansatz nachgefärbt und die Nägel erneuert.
Langsam verschwindet die 2 aus dem Countdown und wir nutzen die Chance, um noch ein Babybauchshooting zu machen. Lange haben wir überlegt, aber da wir bei der Maus schon keins machten, wäre es schade, es auch diesmal zu verpassen.
37+2 bin ich heute, wir packen Schnullerkette und kleine Schühchen ein und posieren über eine Stunde für den Fotografen. Das aussuchen der Bilder fällt schwer und mir fällt erst jetzt so richtig auf, was ich da eigentlich für eine riesige Kugel vor mir herschiebe…
Der kleine Mann hat immer wieder öfter Schluckauf und beschert mir Wehen vom Feinsten. Regelmäßig und ganz schön Aua… Da wird doch nicht? Aber Nein, stattdessen weckt mich am Morgen wieder die Übelkeit. Kaum ist der Mann aus dem Haus, muss ich mich übergeben, habe Wehen, Bauchkrämpfe und bin kaum noch fähig, mich um die Maus zu kümmern. Das Handy wird gezückt und der Mann von der Arbeit geordert. „Geht es los?“ – Schön wär’s…
13 Tage vor ET steht wieder Vorsorge bei der Frauenärztin an. Das CTG zeigt regelmäßige Wehen und die Untersuchung macht Hoffnung. Der Muttermund ist 3cm auf! Die Ärztin löst die Fruchtblase vom Muttermund, in der Hoffnung, dass sich Wehentechnisch noch ein wenig was tut… Und das tut es. Es tut höllisch weh und kaum zuhause verliere ich den Schleimpropf…
Direkt 2 Tage später muss ich wieder in die Praxis. Diesmal aber ganz ohne Termin, denn seit dem Vortag habe ich schlimme Bauchschmerzen und auch im allgemeinen geht es mir einfach nur schlecht. Der Mann geht nicht zur Arbeit, wir geben das Mäuschen bei meinen Eltern ab und machen uns auf den Weg. Ich komme direkt ans CTG und die Bauchschmerzen entpuppen sich als regelmäßige Wehen. Auf einmal geht alles ganz schnell. Die Arzthelferin kontrolliert den Blutdruck, ist direkt alamiert und ein Gespräch mit der Ärztin folgt. Aufgrund dessen, dass es mir so schlecht geht, die Wehen regelmäßig sind und der Blutdruck viel zu hoch ist, schickt sie mich ins Krankenhaus, diese sollen die Wehen anstupsen, denn so kann es nicht weiter gehen. Ein langer Text steht auf der Einweisung und eine Einleitung soll erfolgen – Spätestens jetzt steigt mein Blutdruck wohl noch höher…
Im Krankenhaus folgt ein weiteres CTG mit demselben Ergebnis wie in der Praxis. Regelmäßig, aber für eine Geburt noch zu schwach. Man nimmt mir Blut ab und es werden sämtliche Werte kontrolliert. Es folgt ein ewiges warten und die Aussage, dass man mich stationär aufnehmen möchte, um den Blutdruck weiterhin zu kontrollieren. Aber ich bin doch hier, um die Wehen anzustupsen!
Um 20 Uhr bekommen wir endlich eine Ärztin zu sprechen und ich möchte einfach nur nach Hause. Zwischendurch wurde der Blutdruck wieder kontrolliert und diesmal ist er völlig im Normalbereich. Auch die ersten Werte des Labors sind gut, doch dann spricht die Ärztin das aus, was ich schon vor Wochen befürchtete… Es besteht Verdacht auf eine Schwangerschaftsvergiftung. Das sitzt. Ich muss schlucken. Dennoch ist der Wunsch nach Hause zu fahren, größer, als alles andere. Sie wollen keinesfalls einleiten, würden mich aber tagelang auf Station behalten, um den Blutdruck im Auge zu haben. Ich kann es einfach nicht, das vermissen der Maus ist groß und so verbleiben wir, dass ich zuhause messe und bei dem kleinsten Anzeichen wieder im Krankenhaus stehe. Was für ein Tag!
Spätestens jetzt bin ich am Ende. Meine Nerven sind hinüber und ich könnte mich den ganzen Tag weinend im Bett verkriechen. Gesundheitlich bin ich über meine Grenze gegangen und so soll es nun noch 2-3 Wochen weiter gehen? Und das mit diesem Verdacht im Hinterkopf?
Es ist Samstag und mehr als zuhause auf dem Sofa zu kuscheln, passiert nicht. Der Vortag hängt mir nach und am Abend google ich nach anderen Krankenhäusern. Ich lese, zeige dem Mann den Bericht des Krankenhauses und auf einmal kommt die leise Idee, doch mal dort hinzufahren. Eine zweite Meinung einholen, nochmal kontrollieren lassen, was nun sein könnte und die Situation erklären.
Am nächsten Morgen fragt die Maus, ob wir zur Oma fahren können, damit sie dort schlafen kann. Oft erzählten wir ihr, dass sie dort die Nacht verbringt, wenn das Baby sich auf den Weg macht und es herrscht riesen Vorfreude bei ihr. Diesmal kommt ihre Frage aus dem Nichts. Weiß sie etwa mehr als wir? Schon vor dem positiven Test rief sie „Baby!“, einige Minuten später verfärbten sich 2 Streifen rosa…
Lange überlegen der Mann und ich hin und her, ob wir nochmal den Schritt ins Krankenhaus wagen sollen. Ja, Nein, vielleicht… Und entscheiden uns für „Ja“.
Und so verbringen wir den Sonntag mal wieder im Krankenhaus. Es wird erneut ein CTG geschrieben, direkt im Kreissaal. Nicht eine einzige Wehe zeigt sich, aber immerhin erhasche ich so einen Blick auf die Räume. Ob ich vielleicht doch hier entbinden sollte? Das andere Krankenhaus kennt man, die Maus kam dort zur Welt, aber ist dieses hier nicht vielleicht besser? 2 Wochen vor ET kommen Zweifel in mir auf…
Eine Ärztin macht Ultraschall, dem Baby geht es gut und wird auf 3300g geschätzt. Die Plazenta zeigt leichte Verkalkungen, Fruchtwasser ist völlig in Ordnung und aus medizinischer Sicht spricht nichts für eine Einleitung. Wäre der Verdacht der Vergiftung nicht da, denn 2 der getesteten Werte sind grenzwertig. Ob eine Einleitung aber stattfinden kann, aufgrund meiner Gesundheit und den schlechten Werten kann aber nicht sie entscheiden, das müsste mit den Obersten abgeklärt werden.
Die Ärztin notiert sich alles und bittet uns, direkt am nächsten Morgen im Kreissaal anzurufen, um das Ergebnis zu erfahren. Mit gemischten Gefühlen fahren wir nach Hause, mit einer leichten Hoffnung, ein wenig Angst und vielen Gedanken im Kopf. Wird eingeleitet? Wird es spontan los gehen? Werde ich am Ende doch noch über den Termin gehen? Ist die Vergiftung nun da oder ist sie es nicht? Wo soll ich entbinden? Und wie wird es mir noch ergehen, bis das Baby zur Welt kommt? Fragen über Fragen. Wir gehen ins Bett und keiner von uns rechnet wirklich damit, was am nächsten Tag passieren soll…
Um 8 Uhr greift der Mann morgens zum Telefon und wählt die Nummer des Kreissaals. Er meldet sich mit unserem Nachnamen und braucht gar nicht weiterreden. Wir sollen vorbei kommen, es wird eingeleitet. Mit diesen Worten weckt er mich und ich brauche einen Moment, bis ich es realisiere. Wirklich jetzt? Einleitung? Heute? Gleich? Ich fasse es nicht. Ich rufe meine Mutter an, ich greife mir mein Handy und schreibe den Mädels über WhatsApp. Mir schiessen Tränen in die Augen, so unfassbar ist die Situation. Bald habe ich ein Baby im Arm!…


(Oben: Babybauch bei 36+4SSW, Babybauchshooting (37+2SSW) und Wehen bei 38+1 / Unten: Babybauch bei 38+1SSW und Wehen bei 38+3)


(Oben: Das letzte Bauchbild: Babybauch bei 38+6, bevor wir zur Einleitung ins Krankenhaus fuhren)

Hier geht’s zu den vorigen Blogpostings zur Schwangerschaft:
„Von Wehen, Weihnachten und Grenzen“ – Vorzeitige Wehen – Ein Silvesterkind?
„Halbzeit!“ – Die Halbzeit ist erreicht und es gibt 3D Bilder
„Die Babywelt ist Blau“ – Das Outing – Mädchen oder Junge?
„4 zu 0 und ein Pünktchen für uns“ – Der erste Frauenarztbesuch
„Lasst das hibbeln beginnen – Oder so ähnlich“ – Der positive Test
„Aus 3 mach 4 – Ein kleines Herzchen“ – Schwanger!