35 Wochen

        

Mittlerweile sind wir schon in der 35. Woche angekommen und so langsam kapituliert mein Körper. Ich bin unfassbar müde – Kein Wunder, wenn man nachts fast alle 2 Stunden aufsteht, weil man ins Bad muss. Dafür muss ich mich nun tagsüber immer wieder hinlegen, schlafen so lange wie man kann, bevor das Baby kommt, oder wie war das? Auch die Wehen werden immer mal wieder mehr und wenn man grad im Wartezimmer einer Arztpraxis sitzt, ist das nicht so optimal. Wenn dann eine Minute später der Blutdruck gemessen wird, noch mehr. Zack, 155/100. Ups. Bei 34+6 wird es langsam tatsächlich ernst. Über Stunden habe ich immer wieder Wehen, es tut immer mehr weh und auf einmal ist es so schmerzhaft, dass der Mann nur noch drauf wartet, dass wir ins Krankenhaus fahren. Und dann ist der ganze Spuk auf einmal wieder vorbei… Trotzdem begleiten mich in den nächsten Tagen immer wieder Unterleibsschmerzen. Bei 35+6 habe ich schmerztechnisch den, bis dato, Höhepunkt erreicht. Über 8 Stunden dauerhafte Bauch/Unterleibs/Rückenschmerzen. Jede Bewegung tut weh und zusätzlich überkommen mich die Schmerzen wellenartig. Über 8 Stunden keine Minute schmerzfrei. Bis eine absolute Monsterwehe kommt. Aber auch hier: Auf einmal ist alles wieder gut. Das Babygirl will es wohl spannend machen… Bei 36+2 steht ein weiterer Kontrolltermin bei der Frauenärztin an. Dort angekommen geht alles schief, was schief gehen kann… Eiweiß im Urin. Blutdruck bei 160/100. Beim CTG dauert es ewig, bis man den Herzschlag des Baby findet, auch wenn ich zum Glück deutlich spüre, wie es sich bewegt. Immer wieder schwanken die Werte zwischen 160 und 112, bis auf einmal alles piept und blinkt und der Herzschlag unter 100 fällt. Die Ärztin verweist uns direkt an das Krankenhaus – Dort angekommen, werde ich sofort ans CTG angeschlossen und es wird mehrfach Blutdruck gemessen. Der erste Wert ist nicht besonders gut, die Nächsten allerdings komplett in der Norm. Auch die Herztöne sind konstant und absolut ok. Es wird ein Ultraschall gemacht und das Babygirl wuselt super viel rum, drückt ihren Po gegen meinen Bauch und macht es der Ärztin schwer, alles zu messen. Aber auch hier: Alles wie es soll. Mir wird Blut abgenommen und am Abend können wir endlich wieder nach Hause, allerdings mit der dringenden Empfehlung, tägliche Termine mit der Frauenärztin auszumachen.