Teil 2: Gegen 9 Uhr bekomme ich die erste Tablette – Gleichzeitig wird mir allerdings gesagt, dass man später am Tag eventuell die Einleitung stoppen müsse, wenn sich Niemand für den Spätdienst findet, denn eine Hebamme ist eindeutig zu wenig. Ansonsten würde es um 13, 17- und um 21 Uhr die nächsten Tabletten und CTGs geben. Am Mittag dann die Nachricht: Glück gehabt, es geht weiter. Die CTG’s schreiben keinerlei Wehen, dem Baby geht’s gut, selbst mein Blutdruck ist mittlerweile wieder völlig in Ordnung. Zurück auf der Station stelle ich fest, dass ich kurzerhand verlegt wurde. Wieder eine neue Bettnachbarin. „Keine Sorge, dies bleibt nun ihr Zimmer, sie werden erst wieder verlegt, wenn sie entbunden haben.“ Der Mann und ich versuchen den Tag im Krankenhaus irgendwie rumzubekommen, ich bin gefrustet, dass nichts passiert und die Situation, eventuell noch so lang im Krankenhaus sein zu müssen, wird für mich immer schlimmer. „Kommen sie um 17 Uhr zum CTG, dann gibt es die nächste Tablette.“ Das WLAN ist eine Katastrophe, Telefonempfang gibt es gar nicht. Aber was ist, wenn es los geht? Die Hebammen können den Mann zwar informieren, aber was, wenn es schon zu spät dafür ist? Die Besuchszeiten sind ätzend, das Essen auch und ich möchte einfach nur nach Hause. Wir verbringen die Zeit abwechselnd in der Cafeteria und im Eingangsbereich, laufen nach ein bisschen quer durchs Krankenhaus und dann ist es 17 Uhr. Das nächste CTG und eine weitere Tablette steht bevor…
Geburtsbericht Teil 2
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