Geburtsbericht Teil 1

        

Teil 1: Alles begann damit, dass ich am 5. Februar zum Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin war, nun bei 36+2. Meine Werte waren schlecht, der Blutdruck schoss durch die Decke, das CTG war grauenvoll. Die Herztöne des Babygirls waren mal viel zu hoch, dann sanken sie rapide ab und sie überhaupt zu finden und zu beobachten, war ebenfalls schwierig. Sofortige Überweisung ins Krankenhaus, Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung. Dort war alles im Rahmen, aber nun hieß es: Tägliche Kontrolle. Am Freitag, den 9.2.2024 hatte ich einen Termin mit dem Oberarzt im Krankenhaus: „Kommen sie morgen wieder, es wird eingeleitet.“ Zu schlecht waren die Werte und am Samstag der Meilenstein von 37+0. So kam es, dass wir am nächsten Tag mit gepackter Kliniktasche vor dem Kreissaal standen, ein CTG geschrieben wurde, um dann zu hören, dass es keinerlei Kapazitäten gibt. 4 Frauen stehen unter Einleitung, weitere 2 sind auf der Warteliste. Ich kann bleiben, aber wann irgendwas passiert, ist fraglich. Also fuhren wir wieder heim, sollten es am nächsten Tag erneut versuchen. Aber auch am Sonntag: Keine Kapazität. Die Tage zuvor haben mich geschlaucht, das tägliche CTG verursacht mir dank Symphyse unfassbare Schmerzen und ich breche andauernd in Tränen aus, weil alles schmerzt und die psychische Belastung kaum noch aushaltbar ist. O-Ton der Ärztin: „Sie haben eine tickende Zeitbombe im Bauch.“. Montag Morgen fahren wir wieder mit gepackter Tasche in die Klinik und auch heute: Nach dem CTG schreiben ein Gespräch mit der Ärztin – Keine Kapazität für medikamentöse Einleitung. Aber sie können mir anbieten, es nun mit einem Ballon Katheter zu probieren, denn „Es wird langsam Zeit, dass was passiert.“. Genau das, was für mich die wirklich letzte Option war… Dennoch stimme ich zu. Prompt geht es in den Behandlungsraum und die beiden Ballons werden mit 80ml gefüllt und sollen den Muttermund öffnen. Ist es erfolgreich, fällt es heraus, ansonsten wird es nach 24 Stunden entfernt. Und es passiert… Nichts. Schmerzhafte CTGs (Hello Symphyse) mit keinerlei Wehen, eine schlaflose Nacht und am nächsten Tag die Nachricht: Ab jetzt wird mit Einleitungstabletten begonnen.06