Weddingtime – Ohne Checkliste geht nix

        

Vielleicht denkt man sich, man bekommt einen Heiratsantrag, trägt einen schicken Verlobungsring, bestellt irgendwann das Aufgebot beim Standesamt und macht einen Termin aus, wo das alles statt finden soll, lädt Gäste ein, sucht sich eine schöne Location zum feiern und steht mit Anzug und Brautkleid vor dem Altar.
Wenn das so einfach wäre!
Fast tagtäglich durchforste ich das Internet nach schönen, inviduellen, lustigen, romantischen, brauchbaren und unbrauchbaren Sachen für die Hochzeit. Hier plant man und da und dort… Und bin immer wieder froh, dass ich mir eine kleine Checkliste auf dem Laptop eingerichtet habe, damit auch nichts vergessen wird.
Ihr wollt mal sehen, was da so alles steht/stand? Oder plant grade selber und wisst nicht, ob noch was fehlt?

Die Braut:
Brautkleid (Weiß? Creme? Farbig? Mit Reifrock oder ohne?) und eventuell ein Kleid für’s Standesamt
Tasche (Brautbeutel (praktisch, weil man sich’s um’s Handgelenk wickeln kann), Clutch, etwas Anderes)
Schmuck: Diadem, Collier, Ohrringe, Armband, Curlies (für die Frisur, eventuell)
Unterwäsche: BH oder Corsage? Strümpfe – Mit Strapshalter oder halterlos? Strumpfband!
Schuhe, sowie Wechselschuhe, falls was drückt oder der Absatz zu hoch wird, Etwas Neues, Altes, geborgtes und etwas Blaues (Blaues Strumpfband, geborgter Schmuck, alte Tasche?)
Brautstrauß (Unbedingt früh genug mit der Floristin in Verbindung setzen)
Termine beim Friseur (Brautfrisur/Make-Up), Kosmetikerin (Nägel)

Bräutigam:
Anzug und vielleicht eine Weste (für den Sommer)
Einstecktuch
Schuhe (Ersatzschuhe?)
Hemd
Krawatte, Fliege, Sonstiges

Feier:
Location auswählen
Dekoration für Tische, Stühle, Saal
Essen und Getränke auswählen (Dazu eventuell Menü- und Getränkekarten, Menü oder Buffet? Hochzeitssuppe?)
Hochzeitstorte
Sitzordnung und Platzkarten (Mehrere kleine Tische? U-Form? Lange Tafel/n?)
Musik CD erstellen, tanzen üben
Eventuelle Spiele?
Gastgeschenke und kleine Aufmerksamkeiten
Rede vorbereiten
DJ oder Fotograf? Wer fotografiert? Oder lieber Einwegkameras verteilen?
Gästebuch zur Erinnerung an den Tag

Sonstiges:
Verlobungsring umstecken, gravieren lassen und als Eheringe tragen, oder doch Neue?
Ringe aussuchen (Frühzeitig!) und Gravur überlegen, Ringkissen
Frühstens 6 Monate vor der Trauuung das „Aufgebot“ beim Standesamt bestellen + Stammbuch auswählen
Trauzeugen!
Mit dem Pastor in Verbindung setzen und die kirchliche Hochzeit besprechen
Trauspruch aussuchen
Autoschmuck und Fahrer (gegebenfalls auch Auto) organisieren, weder Braut, noch Bräutigam fahren
Dekoration für die Gästeautos (Schleifenbänder)
Kirchenschmuck (Bänke)
Kinderbetreuuung oder Spielzeug?
Eventuell Zeitunganzeige
Flitterwochen buchen/planen, Urlaub einreichen (1 Tag Sonderurlaub steht einem btw. zu)
Polterabend? Junggesellenabschied?
Unbedingt einen Tag vor der Hochzeit Ruhe, entspannen und früh schlafen gehen
Nach der Hochzeit:
Danksagungskarten
Dokumente erneuern (Personalausweis/Reisepass, Krankenkasse, EC-Karte, Mitgliederausweise, Versicherungen, Fahrzeugpapiere/Führerschein, E-Mail Adresse, Klingel/Briefkasten, Lohnsteuerkarte, Arbeitgeber, Handy/Telefon, Verträge)
Ruhe! Realisieren, dass man verheiratet ist, entspannen und die Flitterwochen genießen

Und dann gibt es noch diese ganzen Hochzeitsbräuche…
Der Mann schenkt der Frau am Tag der Hochzeit eine Kette (Magischer Kreis, der vor Unheil schützt), KEINE ECHTEN PERLEN! (Jede Perle ist eine Träne), Reis werfen (Glück, Reichtum, Kindersegen, böse Geister besänftigen), Brautstrauß werfen (Wer heiratet als Nächstes?), zusammen die Hochzeitstorte anschneiden (Einigkeit und Zusammenhalt – Wer die Hand oben hat, hat in der Ehe das sagen), Baumstamm zersägen (Gleichberechtigung, Balance), Die Braut trägt etwas Altes-Neues-Blaues-Geliehenes (Alt – Lebensabschnitt als ledige Frau, Neues – Das vor ihr liegende Leben, Geliehen – Freundschaft, Blau – Treue), über die Schwelle tragen (Glück), Sammeln von Cents für die Brautschuhe (Sparsamkeit), Regen (Glück), Salz und Brot (Ewig haltende Ehe),…

Ich wette, ich hab selbst bei so einer langen Liste noch etwas vergessen, vielleicht wisst ihr noch was?
Man sieht – Es ist viel mehr, als man vielleicht denkt. Natürlich braucht man eigentlich nur 10 Prozent davon, aber die Details machen es schließlich aus.
Am Ende muss man sowieso selbst entscheiden, was einem wichtig ist – Und was nicht.
Es ist der Tag des Brautpaares – Nicht der Gäste. Natürlich ist es wichtig und schön, wenn sich alle Gäste wohl fühlen und zufrieden sind, dennoch sollte man immer erst auf sich achten, schließlich soll es der schönste Tag im Leben werden. Und den feiert man für sich und nicht für Andere.

(Mein Verlobungsring links, „Freundschaftsring“ rechts)

3 Monate bis zum big Day

        

3. Die magische Zahl. 92 Tage. 3 Monate.
Dann kommt ein neuer Ring an den Finger, SEIN Nachname wird geändert, wir werden in Anzug und weißem Kleid in der Kirche stehen, uns das Ja-Wort geben und ganz offiziell eine Familie werden. Mann und Frau. Ehepaar. Verheiratet.
Das alles ist… Unglaublich. Unwahr. So weit weg. Und dennoch sind es nur noch wenige Monate, bis ich mit jungen 21 (Eine Woche danach werde ich 22) und er mit (Einen Monat vorher gewordenen) 25 verheiratet sein werden.
Mulmiges Gefühl? Nein. Freude? Ja. Sicher? Ja. In meinem Kopf angekommen? Nein. Nur eines weiß ich:
Es wird nach der Geburt unserer Kleinen der schönste Tag in meinem Leben werden. Weil ich die Liebe meines Lebens heirate.
Dabei ist mir völlig egal, dass ich erst 21 bin. Wir erst 3 Jahre zu dem Zeitpunkt zusammen sein werden.
Weil es keine Beziehung, wie jede Andere ist. Wir wohnen zusammen, sind Eltern unseres gemeinsamen Kindes, verbringen soviel Zeit, wie möglich miteinander, vermissen einander, wenn wir nur eine Nacht getrennt sind, haben Höhen und sehr schwere Tiefen überstanden, halten zusammen und vor allem: Lieben uns über alles und sind glücklich.

Mein absolutes Traumkleid habe ich gefunden. In den Brautladen rein, 2 Kleider zum anprobieren ausgewählt, eins war ok, passte nicht hundertprozentig, ich wollte also weitersuchen. Da fiel der Verkäuferin noch etwas ein, sie lief los, holte das Kleid, ich probierte es an und: Es passte. 100 Prozent. Vor den Spiegel gestellt und – „Like a Princess“
Es ist ein Traum, ich fühle mich wie in Disneys Princess, es ist nicht so, wie die standartmäßigen Kleider, Schneeweiß, auffallend, Schulterfrei, lang, muss nicht gekürzt werden und im absoluten Preisbudget. Liebe auf den ersten Blick, Sofortkauf und spätestens, als ich mit Schleier, Diadem und passendem Schmuck dort stand, war die Freude auf die Hochzeit noch größer.
Zeigen kann ich es euch nicht – Schließlich darf der Mann das Kleid vor der Hochzeit nicht sehen und der Herr liest hier fleissig mit. ALLE Kommentare der Leute, die es gesehen haben, stimmen aber überein: Es ist mehr als perfekt für mich.

Mein Brautschmuck. Collier mit passenden Ohrringen und mein Diadem.

Die Einladungenwurden verschickt. 31 Leute sind eingeplant, darunter 3 Kinder und, nicht mitgezählte, 5 Babys. Für die Einen eine kleine Feier, für die Anderen schon groß. Und für uns? Die Mischung aus dem engsten Familienkreis und wunderbaren Freunden.
Mit der Hoffnung, dass Familienstreitigkeiten zumindest an diesem Tag mal Ruhe finden und man unbeschwert den zweitschönsten Tag des Lebens feiern kann.

Den Anfang wird das Ja-Wort im Standesamt bringen, danach wird die Brautfrisur gemacht und in das weiße Hochzeitskleid geschlüpft. Vom Vater in die Kirche geführt, mit dem frisch angetrauten Mann vor dem Altar stehen und im Anschluss bis in die Morgenstunden mit Empfang, Hochzeitstorte, Hochzeitssuppe und Buffet gefeiert.
Und apropos Hochzeitstorte – Unsere Tortenfigur ist auch schon da.

Platzkarten haben wir auch, fehlen nur noch ein paar Menü- und Getränkekarten. Das Gästebuch ist ebenfalls da und einige Sachen müssen noch erledigt werden.
Aber es wird! Und zwar wundervoll. 3 Monate bis zum großen Tag und es ist noch allerhand zu tun – Aber ich freu mich drauf.

(Frei)Zeit mit Baby – Gibt’s sowas?

        

Maja fing mit dem Thema an, viele Blogger zogen nach.
Wenn man Mama wird, ändert sich das Leben komplett. Von Null auf 100, in Sekunden. Da hat man nun ein kleines Würmchen im Arm, was ganz viel Aufmerksamkeit, Liebe und Zuneigung braucht. Die eigenen Bedürfnisse werden hinten an gestellt, ganz im Mittelpunkt das neue Baby.
Na klar – Die erste Zeit ist geprägt von kuscheln, füttern, trösten bei Bauchweh und anderen Wehwehchen, die Wochenbettzeit.
Und dann kommt der Alltag. Das kleine verknautschte Wesen wird größer, verwandelt sich in ein propperes Baby.
Shoppen? Feiern? Freunde treffen? Nägel lackieren? Wellness-Tag? Soll all das nun der Vergangenheit anhören? Nein!
Anfangs (In der Schwangerschaft) dachte ich auch, wenn ich erstmal Mama bin, ändert sich mein Leben total und freie Zeit kenn ich dann nicht mehr. Aber das ist falsch.
Vielleicht hab ich auch einfach riesiges Glück, aber ich habe wirklich eine Menge Zeit für mich. Ich wusel in der Wohnung rum, mache meine Nägel, tägliches Schminken, Haare machen und duschen sind gar kein Problem. Es bleibt Zeit zum TV gucken, zum bloggen, surfen,… Und meine Kleine kommt dennoch nicht zu kurz.
Gut, das tägliche Beauty Programm erledige ich, bevor mein Freund zur Arbeit fährt. Mann und Kind schlafen noch eine Runde und ich mach mich in aller Ruhe im Bad fertig (Da brauch ich ja auch mal locker 40 Minuten zum duschen, rasieren, eincremen, Haare waschen + föhnen und schminken). Wär aber auch kein großes Problem, würde ich es machen, wenn ich allein mit Carrie wär. Da kommt die kleine Maus auf ihre Krabbeldecke, ist mit rumrollen, robben und anderen Sachen beschäftigt, ich lass die Tür im Bad auf und gucke geradewegs ins Wohnzimmer, wo sie rumtollt.

Die erste Flasche des Tages gibt’s morgens nach dem aufwachen noch im Bettchen. Danach Windel wechseln, anziehen und direkt geht das Spielprogramm los.
Ab auf die Spieldecke, Mama sitzt daneben und liest ‚ne Runde bei Facebook und Twitter. Später kommt dann die Oma, Carrie freut sich, ich hab eine Runde Quatschen mit der Mutter und wenn sie dann wieder geht, ist auch schon die nächste Fläschchenzeit. Direkt danach wird meist geschlafen, bis 11.30 oder 12 Uhr (manchmal auch länger). Und los geht das spielen wieder! Mittags kommt dann der Papa nach Hause, eine Stunde Familienrumknuddeln, kuscheln und Spaß machen.
Danach? Mittagsbrei! Davon ist man dann wieder so geplättet, dass man direkt noch ein, zwei Stunden schläft. Darauf folgt dann erneutes spielen, abends ist der Papa wieder zuhause, es wird rumgetollt, es gibt Abendbrei und und und.
Und das war’s auch schon wieder, der Schlafsack wird gezückt, gegen 20 Uhr liegt Carrie im Beistellbett, kuschelt sich in ihre Bambi Kuscheldecke (Ohne die geht nix!) und… Gute Nacht.

Ihr seht also – An jedem, ganz normalen, Wochentag hab ich immer wieder Zeit für mich.
Teilweise meckert Carrie sogar, wenn ich mit ihr spielen möchte – a´la: Nein Mama, lass mich in Ruhe, ich will nun allein rumkullern und mich mit meinem Spielzeug beschäftigen!
Somit sitze ich beispielsweise am Laptop und Carrie beschäftigt sich auf ihrer Krabbeldecke. Wenn ich dann zwischendurch mal nach ihr rufe, sie frage, ob alles ok ist, ernte ich ein Lachen und sie freut sich – Spielen will sie dennoch allein.
Kuscheln ist derzeit gar nicht hoch im Kurs – Will man doch lieber die Welt entdecken.

Na klar – Abends weggehen oder mal ins Kino, dazu kommt man selten. Braucht man dafür ja immer einen Babysitter. Aber auch sowas klappt, schließlich gibt es die Oma, die liebendgern mal aufpasst.
Aber alles andere, gar kein Problem. Da wird das Baby geschnappt, angezogen und los geht’s mit dem Auto oder Buggy. Carrie z.B. hat gar kein Problem damit, in der Stadt oder der Shoppingmall durch die Gegend gefahren zu werden, da wird nur neugierig geguckt und sie hat riesen Spaß! Überall kann man sich mal eben hinsetzen und sie füttern, wenn es Zeit für’s Essen ist. Wozu gibt es Abendbreigläschen (die man kalt geben kann) und Thermosflaschen, um eine warme Milch zu machen? Viele Shops bieten Mikrowellen an, um Gläschen warm zu machen, bei Cafes bekommt man heißes Wasser für die Milch, Wickelräume oder kostenlose Wickelstationen stehen auch oft zur Verfügung.

Carrie ist recht selten allein bei den Großeltern und genügend Aufmerksamkeit bekommt sie jeden Tag. Auch, wenn sie gern allein spielt, kommmt das miteinander nicht zu kurz. Unglaublich oft spielen wir zusammen, oder sie sitzt einfach neben mir und wir unterhalten uns per „Dadada“.
Aber nicht nur das – Auch die Partnerschaft wird gepflegt. Schließlich ist man nicht nur Mama und Papa, sondern auch ein Paar, was sich liebt. Und hey, wir wollen schließlich bald heiraten!
Wir verbringen viel Zeit als kleine Familie, haben dennoch aber Zeit für die Zweisammkeit. Kuscheln? Jeden Tag! Unsere Gespräche bestehen auch nicht nur aus Babythemen, im Gegenteil – Eigentlich hat uns Carrie bloß noch mehr zusammen geschweisst, uns vollständig gemacht.
Unser Leben hat sich zwar verändert, aber nur zum positiven. Mit immer noch viel freier Zeit, viel Liebe, Harmonie und Glück.
Freizeit hat man auch mit Kind – Man muss nur wissen, wie.
Na klar, jedes Kind ist anders und der Ein oder Andere hat vielleicht weniger Zeit, wird mehr gefordert – Aber am Ende sollte man sich selbst nicht vergessen. Aufopfern darf man sich nicht. Ist die Mama glücklich, geht’s der „Mama-Baby“ Beziehung gleich besser.

Und wie schaut’s bei den anderen Mamis unter meinen Lesern aus? Wie handhabt ihr eure Freizeit?