Go and get a life – Respekt im Netz

        

„Meine Welt besteht nur aus Piercings, Tattoos und Glitzersachen. Ich habe keinen Bock zu arbeiten. Ohne meinen Mann bin ich ein Nichts. Ich sollte der Maus die Ohren anlegen lassen. Ich sollte kein weiteres Kind bekommen, wenn ich nicht vorhabe, zu stillen. Kunstnägel sind sinnlos. Ich jammere über Dinge, die zu teuer sind. Die Maus wird von mir nichts für die Zukunft lernen. Ich habe keinen Bock, dass mich jemand vermittelt und verzichte auf Geld. Mein Kind spricht nicht, weil ich sie nicht fördere. Ich beschäftige mich nicht mit meinem Kind. Kein iPhone 5s, das 5c reicht auch. Mein Kind trägt nur Pink und sollte sich für mich schämen, weil ich nicht mehr habe, als einen Schulabschluss. Ich sollte nachts oder frühmorgens arbeiten. Ich schäme mich für mein Kind, wenn ich nicht sage, ob sie geplant oder ungeplant war.“
Dies ist nur ein Bruchteil der Kommentare, die mir anonym geschrieben werden. Würdet ihr einen Menschen draußen auf der Strasse in die Augen blicken und einen dieser Sätze ins Gesicht sagen? Menschen, die ihr gar nicht kennt, mal flüchtig irgendwo gesehen habt? Oder stellt euch vor, euch würde man solche oder ähnliche Dinge an den Kopf werfen. Schönes Gefühl, nicht?

Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass ich ein kleines bißchen von meinem privaten Leben im Internet preisgebe. Ich poste, was wir essen, ob wir auf den Spielplatz oder shoppen gehen. Ich sage, wie alt ich bin, wie ich heiße und ob ich Tattoos habe. Ich twittere, teile Fotos auf Instagram und blogge Auszüge aus meinem Leben.
Dennoch gibt es Grenzen.
Wenn ich ein Burger Foto poste, heißt es, dass wir nur ungesund essen? Wenn ich die Maus in Rosa kleide, bedeutet es, dass sie keinerlei andere Farben trägt? Darf man nur schwanger werden, wenn man vorhat, zu stillen? Nur weil ich derzeit nicht arbeite, werde ich es niemals tun? Ein paar Piercings und die Liebe zu Tattoos bedeuten, dass ich nichts anderes im Kopf habe?

Auch wenn man oft präsent ist, dies ist ein Bruchteil meines Lebens. Ein kleiner Bruchteil. Und viele Anonyme nehmen sich das Recht raus, so zu tun, als wissen sie alles. Kotzen ihre Schimpfwörter, Anschuldigungen und Beleidigungen auf eine Plattform und fühlen sich im Recht. Klar, ist ja auch leicht gemacht, mal eben ein paar Wörter getippt, Urteil gebildet, fertig. Aber bitte beantwortet mir eins: Was bezweckt ihr damit? Dass ich von morgens bis Abends mit meiner Tochter das ABC pauke, alles stehen und liegen lasse und jetzt und sofort arbeite, mich nie wieder tattoowieren lasse und Glitzer ab jetzt ignoriere?

Wenn man sich dafür entscheidet, zu bloggen, mit fremden Menschen Dinge zu teilen, dann ist man sich auch darüber bewusst, dass es nicht immer nur von jeder Seite Zurufe gibt. Jede Person auf dieser Welt hat seine eigene Meinung und das ist super so. Wenn jemand konstruktive Kritik ausübt, finde ich das ok. Ich kann damit leben, man kann in freundlichem Ton diskutieren, man kann auch mal Fragen stellen, wenn einen ein Thema interessiert oder ein „Warum?“ erfahren möchte.
Aber oft legt man dies beiseite und wird ausfallend. Weil meine Meinung nicht passt, weil mein Leben anders ist, als von Person XY. Vielleicht sogar, weil ich Kunstnägel habe und die nicht gefallen. Ich weiss es nicht. Aber ich bin kein Mülleimer. Kein Mülleimer für Wortkotze, Beschimpfungen und respektlosen Verhalten. Ich bin ein Mensch. Ich habe Gefühle, ich kann klar denken und hab nicht nur Kaugummi im Gehirn.
Wenn ich eine Person nicht mag und nicht damit klar komme, verlasse ich den Blog. Ich verfolge diese Person nicht auf Twitter, beschäftige mich nicht mit ihrem Leben und widme mich anderen Dingen. Wofür existieren Follow Button, die man jederzeit „entliken“ kann?
Zeit ist kostbar. So, so kostbar. Grade in diesen Zeiten weiss ich, was es bedeutet, bewusst Zeit mit den Personen zu verbringen, die man liebt. Weil einen die Zeit in den Fingern verrinnt. Weil sie nie wieder kommen wird. Wozu also mit Dingen beschäftigen, die einen aufregen? Es gibt doch Milliarden von Bloggern da draußen, die man vielleicht lieber liest.

Eigentlich wollte ich zu den obigen Kommentaren gar nicht viel sagen, aber ich mache diesen Fehler trotzdem.
Wisst ihr, ich finde es wunderschön, den Luxus zu haben, dass ich volle 3 Jahre ab der Geburt bei meinem Kind sein kann. Dass ich sie nicht mit wenigen Monaten in die Kita schicken musste, weil mein Elternjahr vorbei ist, sondern in vollen Zügen ihr Aufwachsen mitzuerleben, bei ihren ersten Schritten und dem ersten Wort dabei zu sein. Jeder Mensch ist anders. Die einen wollen unbedingt schnell wieder arbeiten, oder müssen es, und das ist völlig ok. Zuhause zu bleiben aber auch. Weil man das Recht darauf hat. Früher war dies völlig normal und man kannte es gar nicht anders – Heute wird es verpöhnt.
Zudem sprechen wir hier von einigen Jahren, nicht einen Leben lang. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es mit jedem Jahr schwieriger wird. Mir wurde gesagt, ich soll einen Nebenjob antreten, jetzt (Bzw. vor einigen Monaten), während die Maus noch nicht im Kindergarten betreut wird, nachts arbeiten oder früh morgens. Unsere Nacht ist um 6.30 vorbei. Ich schlafe sehr schlecht, brauche lange, um zur Ruhe zu kommen und ist es da wirklich nötig, nachts zu arbeiten, wenn ich 12 Stunden täglich allein für die Betreuung meines Kindes verantwortlich bin?
Ich hatte nie vor, mit 23 Ausbildungslos zu sein. Mit kindlichen Gedanken sagte ich früher immer, ich will Abi machen, Arzthelferin werden. Es kam anders. Mir ging es viele Jahre in der Schulzeit sehr schlecht, ich fiel seelisch immer weiter bergab. Ich verließ das Gymnasium, machte eine Therapie, war in einem speziellen Projekt und wurde wieder „eingegliedert“, machte in wenigen Monaten meinen Schulabschluss mit einer 1 in fast jeder Abschlussprüfung. Ich ging zur Berufsschule und mein voriges Problem tauchte wieder in mein Seelenleben. Ich bewarb mich dumm und dämlich, weinte vor Glück, als ich die Zusage für eine Ausbildung bekam. Ich reisste mir den Arsch auf, wurde von meinem Choleriker Chef vor Patienten angebrüllt und verließ die Praxis letztendlich, weil mein Chef, mein Ausbilder, schlichtweg keine Zulassung hatte. Murphy in your Ass.
Aber statt aufzugeben, bewarb ich mich weiter. Bekam irgendwann eine zweite Chance. Und wurde wieder gekickt, weil der Arzt keine 2 Auszubildenden beschäftigen wollte. Meine damalige Kollegin rasselte durch die Prüfung und ich musste für sie gehen.
Und dann stellte sich mein Leben völlig auf den Kopf und wir bekamen das größte Glück in Form eines Kindes.
Und wisst ihr, jetzt nehme ich mir einfach mal das Recht heraus, es einfach zu genießen, Mutter zu sein. Ohne Verpflichtungen. Diese Zeit wird nicht für immer sein und selbst, wenn ich ein weiteres Kind bekommen würde und auch dann nicht nach wenigen Monaten wieder arbeiten würde, wäre das ok. Weil ich es nämlich nicht der ganzen Welt recht machen muss und „Jetzt nicht arbeiten“ nicht bedeutet „Niemals arbeiten“.

Jedes meiner Tattoos habe ich mir erspart. Durch ein Gehalt, was ich damals bekam oder durch Geld, welches ich zu Geburtstagen oder anderen Feiertagen geschenkt bekommen habe. Ich lasse mir die Nägel machen, weil dies diese eine Stunde Luxus im Monat ist, die nur für mich da ist. Ich finde gepflegte Nägel sehr wichtig und habe einfach nicht die Ruhe oder die Lust mir diese ständig neu zu bepinseln, in Form zu pfeilen und co. Manch einer mag es, der Andere nicht. Mein Mann überlegt bei jedem Termin sogar mit, welches Design dieses Mal schön wäre und findet es hübscher, als kurze, lackierte oder unlackierte Nägel.
Meine jetzige Meinung zum Thema stillen beim zweiten Kind ist Nein. Diese Meinung stammt aus dem Hier und Jetzt und kann sich jederzeit ändern, Gründe lassen sich schnell finden, man kann darüber streiten und Kinder mit Pulvermilch bekommen genauso viel Liebe und können ebenso innig gefüttert werden. Ich habe viele Nächte und einige Tage mir den Kopf darüber zerbrochen, bin in Tränen ausgebrochen und war verzweifelt. Es kam nicht genug Milch, das Kind ließ sich nicht anlegen, es war zuviel Stress drumrum und für uns. Es kann auch anders laufen, das leugne ich nicht, aber ich denke, für uns ist der andere Weg der Bessere.
Jeden Tag schaue ich mit meiner Tochter Bücher an, zeige ihr Dinge, benenne sie, übe mit ihr Wörter richtig auszusprechen. Sie puzzelt, knetet, malt und hat nicht übermäßig viel Spielzeug, wie man im Blogpost über ihr Zimmer sehen konnte. Viel mehr existiert nämlich nicht. Ich hasse Plastikbimmelspielzeug und mag motorisch wertvolles lieber. Genauso darf sie aber mit Barbies, Autos und co spielen – Eben mit dem, was ihr gefällt. Ich stecke sie nicht in 20 Kurse und sie muss auch nicht von 1 bis 100 zählen können. Wenn sie etwas noch nicht kann, ist das ok. Nicht jedes Kind ist gleich, kein Kind muss ab 1 perfekt sprechen können und von morgens bis abends gefördert werden. Wenn man mit 2 Jahren Englisch für Anfänger macht, oder von Geburt an verschiedene Kurse besucht, ist das in Ordnung. Muss man aber nicht. Und das ist auch ok.

Ich gebe viel preis, aber was ich preis gebe, entscheide immer noch ich. Und dementsprechend muss ich nicht jede Frage beantworten und die Antwort öffentlich ins Netz stellen. Und vor allem nicht, wenn man dabei noch mies angegangen wird. Ich muss nicht sagen, wofür wir das Geld ausgeben, ich muss nicht täglich zeigen, ob das Kind gefördert wird oder ob es Salat oder Pizza gibt. Ich kann es, mache es manchmal, muss es aber nicht. Weil ganz allein ich darüber entscheide, was ich teile und was nicht. Zu welchem Zeitpunkt, wie ausführlich oder ob ich es komplett heraus halte.

Manchmal habe ich das Gefühl, als wenn krampfhaft etwas gesucht wird, worüber man motzen kann. Ich lese viele Blogs und ja, bei dem Ein oder Anderen gefällt mir vielleicht auch nicht alles. Es gibt aber bedeutende Unterschiede. Nämlich, ob man sich überlegt, dass es nicht besser wäre, sich nicht weiter damit zu beschäftigen oder die Person zu verletzen, mit Worten. Bevor man solch einen Kommentar abschickt, überlegt man da eigentlich, was und wie man grad etwas geschrieben hat? Wie sich die Person am anderen Ende fühlt? Ist man wirklich so bitterböse und gibt soviel Hass in ein paar Zeichen, wenn man jemanden eigentlich kaum kennt?
Heutzutage wird viel zu schnell ein Urteil gefällt, ohne wirklich nachzudenken.
Und selbst, wenn ich jeden Tag nur rosa Cupcakes posten würde, Glitzerglitterplüschpuff Sätze schreibe und Geld, welches ich nicht selbst verdient habe, für, in manchen Augen, sinnlose Dinge ausgebe, heißt es dennoch nicht, dass mein Leben nur daraus besteht. Dass ich keine anderen Sachen mache, über nichts anderes nachdenke oder nichts anderes vorhabe.
Es sind Mutmaßungen, mehr nicht. Und ich müsste mich nicht mal rechtfertigen. Wieso ich es trotzdem tue? Ich weiß es nicht. An manchen Tagen, da lache ich über anonyme Kommentare. Rede darüber, verdrehe die Augen. Und an anderen Tagen tut es weh. Weil ich eben auch nur ein Mensch bin und es nicht nötig habe, mir alles gefallen zu lassen, was man mir entgegen rotzt.

Auch, wenn hier so viele Worte stehen, ich soviel zu meinem Leben geschrieben habe – Es ist nur ein Bruchteil. Ihr wisst nicht, was im Leben eines Menschen vorgefallen ist, welche Schicksalsschläge derjeninge hinter sich hat, wie oft man weinend da sass, zusammen gebrochen ist und nie wieder aufstehen wollte. Wieso man so ist, wie man ist, warum man so ist und nicht anders. Denkt vielleicht einfach mal dran, wenn ihr nächstes Mal jemanden beschuldigt, nur Glitzer im Kopf zu haben. Ihr kennt nicht die ganze Geschichte.
Begegnet euren Gegenüber mit Respekt, egal ob auf der Straße, im Büro oder im Internet. Achtet darauf, dass Worte anders ankommen können, als sie geschrieben wurden, man nicht weiß, was in der Person vorgeht und denkt nochmal nach, ob es das wirklich wert ist oder ihr lieber rausgeht, Sonnenstrahlen tankt und einem netten Menschen sagt, dass er super ist. Statt sich mit Dingen rumzuärgern, die man nicht nachvollziehen kann.

Baby Gequatsche

        

Reden ist hier so eine Sache. Wir warten jeden Tag darauf, dass sie endlich mal so richtig anfängt. Dass es keine Glückstreffer mehr sind, sondern uns ihre Worte um die Ohren haut, Bilderbuchsachen benennt und uns vollquatscht.
So ganz will das noch nicht, aber das ist auch nicht schlimm. Sie hat ihr eigenes Tempo und das ist gut so! War sie so schnell mit krabbeln, sitzen, stehen und vor allem den Zähnen.
Außerdem ist Babysprache so unglaublich süss. Sie quatscht den ganzen Tag – Eben in ihrer Sprache. Und jedes Mal geht mein Herz auf.
Aber ein bißchen was kann sie doch schon. Und das wird von Tag zu Tag mehr. Und zwar…

1. Mama und Papa
2. Aua
3. Nom (Essen)
4. Heia (Schlafen)
5. Sassa (Spongebob)
6. Dütdüt (Auto)
7. Hab i (Hab ich)
8. Liddlliddl (Trinken)
9. Bü (Böse)
10. Lii (Lieb)
11. Naaa (Nacht)
12. Hi
13. Tschü (Tschüss)
14. Mau (Katze)
15. Wauwau (Hund)
16. Hasi (Hase)
17. Datdat (Ente)
18. Ai (Streicheln)
19. Killa (Kitzeln)
20. Leni
21. Ei (Eis)
22. Pipi
23. Baby
24. Guckguck
26. Ja Nein
27. Dati (Danke)
28. Piep
29. Pizza
30. Tziki (Tzatziki)
31. Hopp
32. Ihh
33. Bäh
34. Mimi
35. I au (Ich auch)
36. Jerry
37. Minnie (Minnie Maus)
38. Tu (Tuch)
39. To (Toast)
40. Au (Auf)
41. Komm
42. Lami (Salami)
43. Ki (Keks)
44. Heii (Heiss)
45. Kärri (Carrie)
46. Haiei (Heidi)
47. Ziege
48. Brina (Sabrina)
49. Jen (Jens)
50. Nane (Banane)

– „Wau wau!“ mit verstellter Stimme. So machen nämlich Hunde! Gern auch, wenn sie direkt vor einem Hund steht und ihn „anbellt“ und lacht. Angst hat sie absolut keine, sie liebt Hunde gradezu und trotzt, wenn sie mal nicht hin darf.
– „Mami“ und „Papi“. „Mamiiii?“ geht’s hier sehr oft. Mami hier, Mami da,…
– „Hi“, „Hey“, manchmal auch „Hallo“, sind ihre Lieblingswörter. Sobald sie den Schlüssel in der Tür hört, ein Telefon in die Hand bekommt, oder jemanden sieht. Der kann auch fremd sein, sie grüsst alle.
– „Glidda“, für Glitzer, was für meine Piercings steht.
– „Da!“, völlig erstaunt, mit großen Augen. Das da und dies dort,…
– „Nude“ sind Nudeln. Ihr absolutes Lieblingsessen. Und die isst man immer mit „Gabel“.
– „Badi“ für Bitte und „Datti“ für Danke. Mittlerweile klappt das aber schon immer besser und sie sagt die Worte fast richtig.
– „Därrie“ (Carrie) heisst sie und „Bebiii“ sind andere Kinder. Oder Babys in Mama’s Bauch. Ahja…
– „Snee“ (Schnee) ist total faszinierend und toll!
– „Kakao“ mag sie nur selten, aber bitte danke dann auch den von Mama und Papa.
– „Ohhhh“, wenn sie erstaunt ist, „Oh oh“, wenn etwas runter fällt, oder sie was falsch macht. „Wow“ und „Uih!“ und „Geil“ gibt’s auch.
– „Guck guck“, sagt sie sie, wenn sie oder Andere sich verstecken und man wieder hervor kommt
– „Datt datt“ sind Enten, „Wadda“ ist Wasser.
– „Lödl lödl lödl“ machen Spielzeugautos, wenn sie fahren. Wisst’a Bescheid!
– „Party“ kann sie schon ganz toll, sie ist nämlich eine ganz große Tanzmaus.
– „Stein“ kommentiert sie, wenn sie mitten in der Fußgängerzone stehen bleibt und auf jeden Stein drauf tippt und benennt.
– „Aii“ bedeutet streicheln, am liebsten den „Haddi“, ihren Hasen.
– „Ich seh dich“ plapperte sie auch mal nach. „Nicht das!“, wenn ich ihr etwas falsches gebe.
– „Killa killa“ bedeutet kitzeln
– „Mau“ macht die Katze, „Ihh! Fliege! Da!“ ist ihr Kommentar zu Fliegen.
– „Ei zwei dei hui!“ heisst „Eins, Zwei, Drei, Hui!“, wenn wir beim laufen ihre Hände nehmen und sie hochwerfen. Das ist für sie der größte Spass und wird mit lachen und quitschen gedankt.
– „Teddy“ hat sie viele.
– „Terrorbarbie“. Tja… Wenn sie Mist baut, hab ich sie mal als Terrorbaby betitelt und Barbies hat sie schon ein paar Kleine..
– „Mami? Hab i di di lieb!“, war der größte Herzmoment. Das sagte sie, auf mein Kommentar, dass ich sie lieb habe und sie nahm mich in den Arm.

Es ist Wahnsinn, wenn man sich überlegt, dass sie doch vor kurzem noch so klein war. So zart und winzig. Tja… 2 Jahre ist das her. Und jetzt sitzt hier das tollste Mädchen der Welt.

Happy valentines day

        

(Unbezahlte Werbung, da Markennennung)

Juchu, es ist wieder soweit!
Der Tag ist gekommen, auf den alle Meckerziegen und Konsumgeile seit Weihnachten gewartet haben. HAPPY VALENTINES DAY!
Die Kreditkarte glüht, das Geld wird zum Fenster rausgeschmissen, es gibt als „kleine Aufmerksamkeit“ die obligatorischen 1.000 Euro teuren Tiffanys Ringe, ein neues Tablet, das 700 Euro teure Smartphone – Nur eine kleine Nettigkeit, ein Geschenk zum Valentinstag. Je teurer, desto mehr Liebe, wisst’a Bescheid ne?
Oder es wird gemotzt und gejault, was das Zeug hält. Scheiss Konsumgeilheit, ekelhafte Verliebtheit, man braucht keinen Tag, um „Ich liebe dich“ zu sagen, buhuhuhu.
Und dann gibt es die Mädels, die Herzluftballons durch die Gegend schmeissen, Glitterkonfetti streuen, rosa Herzkekse backen und super süsse DIY Glitter-Herz-Pinkplüschpuff-Karten für den Freund schreiben. Gibt ja auch keinen Mann, der sich NICHT über die volle Ladung Kitschigkeit, rosa Gedöns und zuckerbefallende Herziherz Kekse und co freut, oder?
Ja, scheisse, dann hab ich echt den falschen Mann zuhause.

Ich lese mir gern die wochenlang geplanten Blogpostings durch, in denen beschrieben wird, wie man niedliche Karten gestaltet, wie man herzige Kekse mit rosa Frosting überzieht, wie die Erdbeersahne Torte noch süsser wird und wo man am besten Herzplüschpuff Deko bekommt. Ich fave, speicher, merke mir Postings. Ich bekomme gern Blumen und Pralinen geschenkt, backe rosa Cupcakes mit Glitzerherzchen und genervt von der ganzen Valentinsdeko bin ich auch nicht.
Ich find’s toll, wenn überall Herzchen sind, man dran erinnert wird, den Liebsten zu zeigen, wie wichtig sie sind und überall special Produkte angeboten werden. Wieso auch nicht? Ich bin ein Mädchen, durch und durch. Inklusive Regenbogeneinhornzuckerwatten Luftschloss.

Aber Hand auf’s Herz. Rosa Karten, mit Parfumgeruch, Glitterbesetzt und mit Washi Tape dekoriert, dazu Zuckerherzen und „Ich liebe dich“ Bärchen – Für die Männer?! Meiner würde sich ja eher über ‚n Schnitzel und ne Karte mit nacktem Frauenarsch freuen.

Wie auch immer – Valentinstag ist doch eigentlich ganz schön. Solang man daraus keinen Wettbewerb macht, wer am meisten Herzchen gepostet hat und wer das teuerste Geschenk bekommt. Oder wie ein missmutiger Grinch „Liebe ist so scheisse“ Kram in der Welt verteilt. Leben und leben lassen, Valentinstag zelebrieren oder einfach weitermachen, wie sonst auch.
Selbst, wenn man sich täglich sagt, dass man sich liebt, wenn man auch an normalen Tagen Zeit miteinander verbringt, selbst dann tut ein nettes Wort am 14.2 gut. Lieber einmal mehr, statt weniger, oder? Es ist ein Tag für die Liebe! Sowas ist doch klasse. In anderen Ländern gilt er als Tag der Freundschaft und Liebe ist doch sowieso soviel mehr, als nur der Mann an seiner Seite. Liebe gilt der Familie, der besten Mama der Welt, der Freundin, dem Kumpel, dem Hündchen, eben allen, die ihr liebt. Und wenn ihr eurem Brötchenverkäufer einfach mal Danke sagt, weil er immer ein Extrabrötchen in die Tüte packt. Denkt an die Leute, die ihr mögt, die ihr gern habt, sagt Danke, ich liebe dich und du bist super, die Herzchenkekse packt ihr für die beste Freundin ein und serviert eurem Mann ein Steak.
Genießt den Tag, gönnt Anderen ihre Verliebtheit und denkt immer daran: Morgen ist bis Ostern wieder Ruhe. Oder bis zum Mutter- und Vatertag… Alternativ: 14.3 der Antivalentinstag Schniblo Tag.