Der Alltag zu Viert

        

Leute, haltet die Zeit an! Eben war ich noch im Kreissaal und hab diese winzig kleinen Händchen bewundert, mit den perfekten Fingernägeln, habe über das stolze Geburtsgewicht gestaunt und war fasziniert von diesem kleinen Wunder, was wirklich, wirklich in meinem Bauch gewachsen ist und nun? Ist der kleine Mann schon über 4 Monate alt.
Nach genau 24 Stunden haben wir uns nach der Geburt aus dem Krankenhaus entlassen, nachdem wir das große Glück hatten, die erste Nacht zu Dritt, kostenlos, im Familienzimmer schlafen zu können.
Der Blutzucker wurde mehrfach kontrolliert, der Minimann hat gut getrunken (Kaum auf der Welt hat er im Kreissaal sein erstes Fläschchen weggezogen) und da auch bei mir alles in Ordnung war, durften wir fast zur selben Zeit, wie er am Vortag zur Welt kam, das Krankenhaus verlassen. Familienzeit!
Der Mann hatte 2 Wochen Urlaub und so konnten wir wirklich entspannt zuhause ankommen und uns an die neue Situation gewöhnen. Es wurde gekuschelt, gekuschelt und nochmal gekuschelt.
Und dann waren wir auf einmal völlig im Alltag angekommen. In der Schwangerschaft habe ich mir viele Gedanken gemacht – War es doch noch zu früh? Ist die Maus noch zu jung? Wird sie eifersüchtig sein? Wie wird es, wenn ich allein bin und die Maus ins Bett bringen muss? Wird sie verstehen, dass der kleine Bruder viel Aufmerksamkeit braucht? Und wie wird es überhaupt, mit Kleinkind und Baby?
Ich kann euch sagen: Es ist wundervoll.
Die Maus kam am Morgen, nachdem der Mini zur Welt kam, ins Krankenhaus und bewunderte ihn direkt. Ihr mitgebrachtes Kuscheltier legte sie direkt neben ihn, damit er etwas zum kuscheln hat, streichelte ihn vorsichtig und war sofort verzaubert. Und ich hab Rotz und Wasser vor soviel Liebe geheult.
Sie freute sich, als wir aus dem Krankenhaus kamen, bei jedem Piep lief sie sofort zum Baby, schaute, ob alles in Ordnung ist und beschützte ihn sofort. Weint er, gibt sie ihm den Schnuller, hilft das nicht, fordert sie Milch für ihn ein. Sie deckt ihn zu, achtet darauf, dass er keine Milchflecken am Mund hat und ist er im Laufgitter macht sie ihm die Spieluhr an und beobachtet ihren Bruder.
Selbst beim wickeln ist sie dabei! Da wird ein Stuhl rangeschoben, damit man auf die Wickelkommode gucken kann und genau zugesehen, wie der Papa oder die Mama den Popo sauber macht – Auch wenn’s mal stinkt. Sie riecht sogar an der Windel, um zu schauen, ob er gewickelt werden sollte!
Immer wieder küsst sie ihn, streichelt und hält seine Hand. Wenn man sonst kaum an ihre Haare darf – Der kleine Bruder darf drin herumwuscheln oder ihr auch mal herzhaft die Nase anknabbern.
Sie schaut nicht nur für sich in Läden, sondern auch für ihn, räumt seine Windeln in den Schrank und sucht seine Kleidung aus. Und wehe, er weint und man bekommt ihn nicht direkt beruhigt – Sie leidet sofort mit, singt ihm etwas vor und versucht alles, damit es ihm besser geht.
Die Beiden liegen zusammen auf der Krabbeldecke und lachen zusammen, sie kitzelt ihren Bruder und macht soviel Quatsch, bis er anfängt zu grinsen und los zu lachen. Sie hat ihn im Arm und erklärt der ganzen Welt, dass er IHR Bruder ist – Und Niemand Anders ihn haben darf.

Der Alltag ist weitesgehend auch entspannt. Die Maus versteht, dass ihr Bruder mehr Aufmerksamkeit braucht und trotz, dass er am liebsten durchgehend auf dem Arm kuscheln möchte, hat auch sie die Zeit mit uns und wird nicht vernachlässigt. Wir kuscheln, spielen und man merkt keinerlei Eifersucht. Im Gegenteil, oft fordert sie sogar ein, dass wir mit dem Mini kuscheln sollen.
Da wir (Oder ich) viel tragen, läuft auch einkaufen und co. ohne Probleme ab. Der Mini kommt in die Fräulein Hübsch und das Mäuschen in den Einkaufswagen. Der Kleine fühlt sich pudelwohl in der Trage, es ist schnell umgebunden und man hat die Hände frei – Perfekt!
Er hat auch keine Probleme damit, wenn es um ihn herum mal lauter ist und kann trotzdem einschlafen – Oder neugierig umher gucken. Dafür ärgert er uns dann, wenn es Abendessen gibt – Babys liegt es doch im Blut, dass sie immer wach werden oder Hunger haben, wenn es Essen gibt, oder? Eben noch seelig geschlummert und kaum steht das Essen auf dem Tisch, zack, hellwach und bitte danke sofort Bespaßung. Hachja…

Ich bin mir sicher, je größer er erstmal wird, desto anstrengender wird es. Und ich freu mich drauf. Auf die Zeit, wenn er umher krabbelt und die Maus wahnsinnig macht, weil er ihr Spielzeug klaut. Wenn er seine ersten Schritte macht und die Maus seine Hand dabei hält. Wenn er anfängt zu reden und nicht nur Mama und Papa sagt, sondern Carrie. Wenn die 2 sich umarmen und miteinander spielen. Sich streiten, versöhnen und uns zusammen wahnsinnig machen.
Auf alle kleinen und großen Momente, die noch kommen werden und uns zeigen, dass es genau das Richtige war und ist.

4 Monate Baby sein

        

Mit 4 Monaten…

– Wurde man das zweite Mal geimpft
– Wiegt man fast 6 Kilo
– Bekommt man die ersten Zähne und leidet leider fürchterlich
– Trägt man weiterhin Grösse 56, wächst nun aber mehr und mehr heraus
– Guckt man in der Trage lieber neugierig umher, statt zu schlafen
– Trinkt ca. alle 3-4 Stunden ungefähr 130ml Pre
– Versucht man sich zu drehen, kommt bisher aber nur auf die Seite
– Kullert dafür nachts aber gern mal aus dem Beistellbett raus
– Liebt die Schwester abgöttisch und grinst sofort, wenn man sie sieht
– Wenn man motzig wird, kann die Schwester einen direkt wieder aufheitern
– War man das erste Mal im Ausland (Holland) und hat fast alles verschlafen
– Kriegt man noch immer Geschenke zur Geburt
– Fallen die Haare leider rundherum aus
– Schläft man morgens wieder auf Mama ein
– Braucht man viel Körpernähe und findet es doof, wenn Mama nur kurz den Raum verlässt
– Ist man ganz doll Papa anhänglich
– Fängt man an zu sabbern und lernt neue Quitschtöne
– Ist man an den Füßen, in der Taille und seitlich am Hals kitzelig
– Braucht man ein Schnuffeltuch, Kuscheldecke oder Spucktuch zum einschlafen, damit man sich hinein kuscheln kann
– Schläft man tagsüber oft nur noch 20 Minuten am Stück, statt wie sonst Stundenlang
– Liegt man gern auf der Krabbeldecke im Kinderzimmer und bestaunt das Zimmer der großen Schwester
– Freut man sich über eine neue Windel, oder wenn man angezogen wird für’s rausgehen
– Hat man das erste Mal gefiebert (Blöde Zähne…)
– War man vor einem Jahr um diese Zeit schon unbemerkt in Mama’s Bauch

Raffello Quark Torte zum Muttertag

        

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Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich zu jedem Geburtstag als Kind einen kleinen, selbstgebackenen Kuchen bekommen habe. Die ganze Küche duftete nach frischem Kuchen, die Kuchenglasur war aus Schokolade und eine Kerze gab es auch (Jetzt, wo ich erwachsen bin, gibt es zwar diesen Kuchen nicht mehr – Dafür aber jedes Jahr eine leckere Erdbeertorte – Das ist auch vollkommen ok, hihi.).
Selbst die Maus bekam solch einen zu ihrem Geburtstag – Auf einem Drehteller, der eine Geburtstagsmelodie spielte.
Jetzt, wo ich selbst Mutter bin, gibt es eine ähnliche Tradition. Jedes Jahr bekommt das Mäuschen Kuchen von mir, zum ersten Geburtstag eine Mocca Torte und eine Rosane mit Tortenfigur, zum Zweiten eine Fondanttorte, ebenfalls mit Tortenfigur, zum dritten Geburtstag dann eine Pony- und Spongebob Torte.
Aber wieso eigentlich nur dem Kind eine Torte backen? Deswegen gab es (Wie auch schon im letzten Jahr, hier: Erdbeer-Mascarpone Torte) zum Geburtstag und gleichzeitig Muttertag ein besonderes Geschenk von mir.
4 Lagen Bisquit, 4 Mal eine Creme aus einem Quark-Raffaello Mix. Weil sie Raffaello liebt und sich diese kleinen Kugeln nur selten kauft. Birthdaylike mit essbarem Konfetti und goldenem Glitzer. Aber seht selbst…

Die Creme schmeckte wunderbar nach Raffaello und selbst Kokoshasser waren von der Torte angetan. Also – Alles richtig gemacht. Das Rezept:

Für den Bisquit:
6 Eier
220g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Eine Prise Salz
280g Mehl
2 Teelöffel Backpulver

Die Eier mit Salz für eine Minute bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen und den Zucker (Mit Vanillezucker) dazugeben. Mindestens 10 Minuten aufschlagen.
Danach vorsichtig in mindestens 2 (Oder mehr) Portionen Mehl und Backpulver zur Masse hinzugeben und unterheben, bis keine Mehlnester mehr vorhanden sind. Unbedingt vorsichtig dabei sein, sonst verrührt ihr euer aufgeschlagenes Volumen wieder.
Für ca. 15-20 Minuten in den Backofen geben.
Ich habe kleine Wilton Förmchen (Die Masse reicht für mindestens 6 kleine Böden) benutzt, wenn ihr stattdessen eine große Backform habt, müsst ihr euren Bisquit für ca. 40 Minuten im Backofen backen.

Für die Creme:
500 Gramm Quark
250 Gramm Mascarpone
1 Päckchen Vanillepulver
Ca. 0,3 l Milch
Etwas Erdbeersirup
Ein Schuss Zitrone
1 1/2 Packungen Raffaello
(Wer es leichter mag, nimmt statt 500 Gramm Quark nur 250g und ersetzt die restlichen 250g durch Joghurt)
1 Päckchen Vanillepudding
Wilton Lebensmittelfarbe (Ich hab’s rosa gefärbt, könnt ihr natürlich auch weglassen)

Raffaellos zerkleinern und zusammen mit dem Quark gut durchmixen, Mascarpone, Vanillezucker, Zitrone, Erdbeersirup dazugeben. Je nach Festigkeit Milch dazugeben, bis die Creme die gewünschte Konsistenz hat.
Pudding nach Packungsanleitung kochen, kurz abkühlen lassen (Frischhaltefolie verhindert Haut am Pudding) und auf jeden Bisquitboden verteilen. Gut abkühlen lassen, bis der Pudding fest ist.
Dann die Creme auf dem Pudding verteilen und Schicht für Schicht vorarbeiten. Zuletzt mit Raffellos dekorieren.