Brandnooz Box Oktober 2015

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(Werbung, sponsored) Zeit für die Brandnooz Box! Regulär kostet die Box 10,99 mit einem Warenwert von mindestens 16 Euro. Sie kann HIER bestellt werden und ist jederzeit kündbar.
Die Box enthält folgendes:
– Dr. Karg’s Cranberry & Kokos (1,99€ (200g) Launch Oktober 2014)
– Griesson Keks Geknusper (1,49€ (130g) Launch Juli 2015)
– Zentis Heimische Früchte (1,89€ (250g) Relaunch August 2015)
– Ricola Extra Stark (2,49€ (65g) Launch Oktober 2013)
– Loacker Classic (1,19€ (90g) Launch Januar 2014)
– CLIF Bar (1,99€ (68g) Launch Oktober 2015)
– PICKSTICK Ungarischer Snack (1,79€ (60g) Launch September 2015)
– Rotkäppchen Alkoholfrei (3,99€ (0,75l))

Der Gesamtwert beträgt diesmal 19,31€ für 9 Produkte (Wovon 1 Mal dasselbe Produkt in verschiedenen Variationen enthalten ist). Das Motto der Box lautet „Gesund und munter ist das Leben bunter“. Hat man die Good Nooz Box gewählt, bekommt man ein Extraprodukt, dieses wäre „BeautySweeties“ Fruchtgummi-Herzen (1,19€ – 60g).


Die Produkte im Einzelnen:


Dr. Karg’s Cranberry & Kokos: „Dr. Karg’s Knäckebrot mit Cranberry & Kokos ist eine angenehm süße Kombination aus fruchtigen Cranberries, gerösteten Kokos-Chips, cremigem Bienenhonig und Sultaninen. Es sorgt für einen gelungenen Start in den Tag und ist auch für zwischendurch ein leckerer Knuspergenuss. Einfach pur knabbern oder zerkleinert in einer Schale mit Milch übergießen.“
– Ein Knäckebrot der anderen Art. Es klingt fast wie Müsli, ist aber ein Knäckebrot und auf jeden Fall mal was ganz anderes. Es schmeckt sehr süss (Für mich zu süss) und kann auch mal eine Alternative zu Süssem sein. Als Snack zwischendurch super.

Griesson Keks Geknusper: „Mit Griesson Keks Geknusper kommen Brownie- und Keksliebhaber voll auf ihre Kosten, denn mit ihnen kann jeder das Beste eines Brownies, die hauchdünne Kruste, in Form von leckeren Keksen knuspern. Die handlichen Keks-Stücke versprechen ein unkompliziertes Snackvergnügen für die ganze Familie und sind neben „Schokolade“ auch in den Varianten „Nuss“ und „Karamell“ erhältlich.“
– Super lecker! Absolut schokoladig und sehr knusprig. Leider werden die Kekse schnell pappig, wenn man nicht direkt alle auf einmal isst, aber ansonsten sind die Kekse wirklich lecker und für Schokofans klasse.

Zentis Heimische Früchte: „Mit der köstlichen Zentis Konfitüre Heimische Früchte „Bodensee Apfel mit Vanille“ kommt ausschließlich Obst aus deutschen Gärten ins Glas. Mit dem süß-säuerlichen Apfelgeschmack von Bodensee Äpfeln und einer zarten Vanillenote zaubert sie ein Gefühl wie ein Frühstück auf einer duftenden Apfelwiese. So wird jeder Morgen zu einem kleinen Urlaub zu Hause.“
– Klingt wie eine tolle Wintermarmelade, auf Brot kann ich es mir so gar nicht vorstellen, für Pfannkuchen wäre es aber mal eine gute Abwechslung. Die Vanille harmoniert gut mit dem Apfel und ist auch nicht zu süss. Daumen hoch.

Ricola Extra Stark: „Die gefüllten Kräuterbonbons enthalten eine extra große Menge an flüssiger Füllung mit starkem Effekt und starkem Geschmack. Die sorgfältig abgestimmte Dosis Menthol mit Honig und Zitrone oder dem Saft von Schweizer Kirschen und die bewährte Ricola 13-KräuterMischung helfen bei Husten und Heiserkeit und sorgen außerdem für aufregend fruchtige Geschmackserlebnisse.“
– Stolzer Preis für wenig Inhalt. Bonbons mit flüssigem Kern mag ich nicht so gern, von Honig lass ich lieber die Finger. Dennoch sind sie gut erfrischend und sehr fruchtig.

Loacker Classic: „Zwei Lagen zartschmelzende Milchcreme, verfeinert mit echter BourbonVanille aus Madagaskar zwischen drei knusprigen Waffelblättchen, sorgen für ein knusprig-cremiges Naschvergnügen. Wie bei allen Loacker-Leckereien wird der Teig für die knusprigen Waffeln nach traditionellem Familienrezept zubereitet und in klassischen Waffeleisen frisch vor der Verarbeitung gebacken.“
– Loacker Produkte finde ich immer gut und wurde bisher nicht enttäuscht. Die Waffelfüllung schmeckt lecker nach Vanille, ohne muffig zu schmecken und die Waffeln sind knusprig. Genau richtig.

CLIF Bar: „Der Energie-Riegel auf Haferbasis mit gerösteten Macadamianüssen und weißer Schokolade von CLIF Bar gibt Energie, um jederzeit an die eigenen Grenzen zu gehen. Zudem enthält er nur natürliche und nahrhafte Zutaten sowie elf Vitamine und Mineralstoffe. Der leckere Riegel aus Nordamerika ist lactosefrei und einfach ideal vor, während oder nach sportlichen Aktivitäten“
– Sehr mächtig, nach einem Riegel ist man erstmal satt. Mir war er zu klebrig, Nüsse mag ich leider auch nicht so sehr und die Schokolade schmeckt man eher im Hintergrund. Der hohe Preis tut da dann noch sein Übriges.

PICKSTICK Ungarischer Snack: „Handlich und einfach lecker – mit dem herzhaft-würzigen Wurstsnack kann jeder den beliebten Geschmack von ungarischer Salami zwischendurch zu Hause, in der Pause oder unterwegs genießen. Die harmonisch aufeinander abgestimmte Gewürzkomposition aus Pfeffer, Ingwer, Paprika und Knoblauch verleiht den milden Salami-Sticks ihre unnachahmliche Note.“
– Seufz, schon wieder so ein Wurstsnack… Langsam wird es mir zuviel. Dennoch sind die Picksticks angenehm würzig, nicht zu hart, aber leider auch relativ fettig.

Rotkäppchen Alkoholfrei: „Es gibt viele Anlässe im Leben, zu denen man gerne mit dem Partner, den Freunden oder der Familie mit einem Glas Sekt anstößt. Für alle, die eine alkoholfreie Alternative im Sektglas suchen, ist Rotkäppchen Alkoholfrei „Weiß“ der perfekte Begleiter. Er ist besonders schonend entalkoholisiert und sorgt für einen intensiv fruchtigen Geschmack und einen prickelnden Genuss voller Leichtigkeit“
– Die Marke ist selbst mir als nicht Sekttrinker ein Begriff. Der Sekt perlt gut und hat einen herben Geschmack, ist zudem kaum süss. Ein Knaller ist es leider nicht.

 

Fazit: Diese Box haut mich diesmal wirklich nicht um. Teilweise Produkte von 2013 und die Bonbons gegen den Husten nehmen leider langsam überhand, ebenfalls gibt es, meiner Meinung nach, zu oft getrocknete Salami in der Box. Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Produkte, die ich noch nicht kannte und das ist ja auch ein bißchen der Sinn dieser Box. Ich bin auf die nächste Box gespannt und ihr?

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Goodbye October – Hello November

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Und wieder ist ein Monat um. Noch 2 Monate und dann heißt es schon „Goodbye 2015″…
Der Oktober war recht schön, wir waren viel unterwegs und das absolute Highlight: Wir haben einen Kindergartenplatz! In diesem Monat wird ihre Eingewöhnung starten und ich bin schon wahnsinnig gespannt.
In Oldenburg war Kramermarkt und da haben wir kurzerhand den Feiertag genutzt und sind über den Markt geschlendert. Die Maus ist das erste Mal allein auf der Riesenrutsche runtergesaust und durfte mit dem Papa Autoscooter fahren.
Außerdem ist hier in Bremen der Freimarkt gestartet, also ging es natürlich auch dort hin. Gebratene Champignons geteilt durch 3 1/2 und ganz viel rutschen für die Maus.
Einmal die Woche ging es, wie gewohnt, zum tanzen und einmal brachte mir die Maus sogar ganz stolz Blumen mit.
Der Mini entdeckte seine Liebe zum stehen und treibt uns damit nun etwas in den Wahnsinn.. Überall muss man nun aufpassen, denn alles, wirklich alles, wird genutzt, um sich auf die kleinen Beine zu stellen.
Zusammen mit ein paar Twittermädels wurde der Netto gestürmt und „Spekulatius Cola“, „Haselnuss Cola“ und „Apfel Vanille Limo“ gekauft – Kennt ihr das?
Bisher habe ich nur die Spekulatius Cola probiert, aber nunja.. Sehr strange. Es schmeckt eindeutig nach Cola mit einem Hauch Spekulatius, der mit jedem Schluck mehr wird…
Besser sind da wohl die Weihnachtsgetränke von Starbucks – Die gibt’s nun nämlich wieder, yay!
Ich liebe, liebe, liebe Toffee Nut – Hatte ich erwähnt, dass ich es liebe? So großartig! Vorher gab’s aber noch den Vampire Frappuccino zum probieren. Schokolade mit Erdbeere. Schmeckt… Komisch. Man hat die volle Dröhnung Schokolade im Mund und auf einmal ändert sich der Geschmack in Erdbeer um. Stellt euch vor, ihr habt beide Sorten als Eis, diese schmilzen langsam und vermischen sich – Ja, so in etwa.

Ihr merkt – Der Oktober war mehr oder weniger unspektakulär. Und der November? Der wird’s auch. Die Weihnachtszeit rückt näher und irgendwie kann ich mir das noch so gar nicht vorstellen. Weihnachten ist quasi übermorgen und gefühlt noch 3 Jahre weit weg. Und danach hat schon der Mini Geburtstag.. Das geht mir alles eindeutig zu schnell.
Nächste Woche startet die Eingewöhnung in der neuen Kita und ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie sie das alles aufnehmen wird.
Wie wird denn euer November so?

4 Jahre ohne Kindergarten

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„Oh, hat ihr Kind heute Kindergarten frei?“, „Ist ihr Kind schon im Kindergarten?“, „Was macht ihr Kind denn bei Ihnen, ist gar keine Kita?“ „Na mit 3 ist sie ja sicher schon im Kindergarten“, „Und wie gefällt es ihr in der Kita?“
Ja, nun. Was soll man da antworten? Meine Tochter, im September schon 4 Jahre alt und kein Kindergartenkind. Sie geht weder in die Kita, noch in den Kindergarten, hat keine Tagesmutter oder ist in irgendwelchen Kursen. Sie ist zuhause – Bei mir. Und ihrem kleinen Bruder.

Es ist ja nicht so, als wäre sie nie im Kindergarten gewesen, oder wir hätten uns nicht bemüht, Nein. Ende 2013, Anfang 2014 schauten wir uns viele Kindergärten an, sprachen mit Erziehern und Leitern, bis wir unseren Antrag ausgefüllt im Wunschkindergarten abgaben und warteten. Bis wir Monate später einen Anruf bekamen und die Absage kam. Der Wunschkiga ist voll, die Liste der alternativ aufgeführten Kigas auch (Man sollte den Wunschkindergarten angeben und noch andere Kitas, die bei Vollheit in Frage kämen). Einen Kindergarten gäbe es da aber noch, der hätte noch einen (!) Platz frei. Also schauten wir ihn uns an. Das Konzept war ok, die Leitung grade neu und noch nicht eingearbeitet, viele Kinder tummelten sich überall, die Maus fühlte sich wohl und der Mann und ich knirschten mit den Zähnen. Das Umfeld war nicht grad das Beste, Gutes hatte man bisher auch nicht gehört und zu den Kita Kosten käme noch ein Monatsticket für den Bus dazu, da die Strecke einfach zu weit ist. Aber – Wir willigten ein und sagten zu. Wenn’s dann doch nichts ist, hat man es wenigstens versucht.
Danach kam nichts mehr. Aber wir sollten doch weitere Infos bekommen? Gehaltsabrechnung wegen Berechnung der Kosten zuschicken? Wir fragten nach – Und wurden vergessen. Trotz der schriftlichen Zusage waren unsere Unterlagen nicht auffindbar und es ist ein Wunder, dass wir letztendlich den Platz überhaupt noch bekommen haben.
Weitere Monate vergingen und zum Herbst hin bekamen wir einen süss bemalten Brief und der Info, dass wir zum Gespräch kommen sollten. Hier fing das Problem schon an, wir waren nämlich im Urlaub. Also – Termin verschieben. Als der Tag kam, standen wir pünktlich im Kindergarten, es war Sommerferien Zeit und Niemand war da. Wir warteten und irgendwann kam dann die Leitung. Was wir hier zu suchen hätten, es hätte keinen Termin gegeben und es sind Orientierungstage. Die Erzieherin ist krank, die Andere nicht da, wir sollten bitte einen anderen Termin machen. Na großartig!
Wenigstens der nächste Termin klappte und diesmal waren auch die Erzieher da. Wir saßen auf den winzigen Stühlen im leeren Gruppenraum, während eine Erzieherin sich die Maus schnappte und eine Runde spielte. Wir füllten in der Zeit Formulare aus, bekamen die Liste für den Kindergartenstart und wurden ein wenig überrumpelt mit der Eingewöhnung. In ein paar Tagen geht’s los!
Ich freute mich, war aber auch ein wenig geschockt. Nach soviel Ärger wurde es nun ernst und sie wird ein Kindergartenkind, Wahnsinn!
Wir besorgten die letzten Sachen und kurz bevor es dann starten sollte – Wurde die Eingewöhnung nochmal nach hinten geschoben.

Insgesamt 2 Monate nach offiziellem Kita Start hatte sie dann ihren ersten Tag – 1 Stunde. Wir gingen morgens in die Gruppe, sie bekam ihre Jacke ausgezogen und war auch schon verschwunden. Eigentlich war geplant, dass wir uns im Hintergrund halten, aber da sie uns keines Blickes würdigte, durften der Mann und ich rausgehen und saßen uns 1 1/2 Stunden den Hintern wund, bis wir sie wieder aus der Gruppe holen sollten. Sie zog ihre Jacke an und machte erstmal das Licht in der Gruppe aus – Sie geht ja schließlich heim.
Am nächsten Tag sollten es 2 Stunden sein, wir waren um 8 Uhr da und bis auf ein paar Kinder mit ihren Eltern fehlte von den Erziehern jede Spur – Im Gespräch hieß es noch, es wäre täglich zumindest Einer ab spätestens 7.45 da…. Als die Erzieher kamen, klappte es dann einwandfrei und ich verzog mich in’s „Elterncafe“ (Ein Tisch mit Kaffee mitten im Kiga, wo der Turnbereich der Kids war). Ihre Oma holte uns gegen 11 Uhr ab und sie bekam eine „Zuckertüte“ zum Kindergartenstart.
Den Tag darauf ging es für sie nach Hause, als Mittagszeit war, auch hier: Keine Probleme. Da alles wunderbar klappte, brachte am Freitag der Mann sie zur Gruppe – Er bekam nicht einmal ein Tschüss zu hören und schon spielte sie fröhlich drauflos. Die Eingewöhnung war zuende und ab da ging sie von 8 bis 14 Uhr in den Kindergarten.
Morgens beim aufstehen war sie maulig, freute sich dann aber, als wir los mussten und sie endlich in den Kindergarten durfte. Morgens brachte der Mann sie, es war perfekt, da er sie dort abgeben konnte und dann weiter zur Arbeit fuhr – So war zumindest der Plan. Die Realität sah allerdings anders aus. Man sollte die Kinder pünktlich um 8 Uhr abgeben, aber selten war ein Erzieher in der Gruppe. Man musste in der leeren Gruppe warten, mal 5, mal 10, mal 15, mal 20 Minuten. Oder es kam nach einer halben Stunde (Frühstens) jemand herein, verkündete, dass BEIDE (!) Erzieher krank sind und man die Kinder bitte wieder mit nach Hause nimmt. Da ich nicht berufstätig bin, durfte die Maus auch nicht in die Notbetreuung. Tag für Tag wurde es zum Glücksspiel, ob sie bleiben darf oder gehen muss, mal kam jemand zu spät, mal waren beide krank. Wenn man das enttäuschte Kind dann wieder nach Hause bringen musste, kam kein Wort darüber, wann die Erzieher wieder da sind. In einem Tag? 2? 3? Eine Woche?
Die Maus veränderte sich zunehmend. Aus dem fröhlichen Mädchen wurde mehr und mehr das stille Kind. Keine Freude morgens hinzugehen und große Freude, wenn es Mittags nach Hause ging.
Wir fuhren nach Berlin, für eine Woche. Schwups war es wieder da, das freche, süsse Mädchen, mit der großen Klappe und der ansteckend guten Laune. Nach der Urlaubswoche sollte es wieder in den Kindergarten gehen, aber es verschlechterte sich mehr und mehr. Sobald wir in eine Straße einbogen, wo es zur Kita geht, fing sie an zu weinen, zu schreien, weinte, dass sie bei uns bleiben möchte. Morgens klammerte sie sich an ihren Papa, Mittags rannte sie mich fast über den Haufen, um schnellstmöglichst nach Hause zu kommen. Täglich sah ich durch die Glasscheibe in der Gruppentür, dass sie allein am Tisch saß – Weder Erzieher, noch Kinder um sie herum. Ein trauriger Blick nach unten und das wartende Gesicht zur Tür. Immer wieder fragten wir sie, was los ist. Was sie im Kindergarten macht, ob sie glücklich ist – Bis heute bekamen wir keine Antwort. Nur bei einem Thema war sie sich sicher – Sie möchte nicht mehr in den Kindergarten. Die Erzieher hatten keine Zeit zum reden, waren weiterhin ständig krank und so fassten wir uns ans Herz und kündigten. Wir haben lange drüber nachgedacht, ob es vielleicht nur eine Phase ist, was Kinder nun mal manchmal haben, wenn sie keine Lust haben, es zuhause bequemer ist, ein Geschwisterchen unterwegs ist oder es grad einfach doof ist. Aber es war anders. Sie war nicht trotzig, sie war unglücklich. Ihr ganzes Wesen veränderte sich und es brach mir das Herz, sie so zu sehen. Als wir ihr sagten, dass sie nie mehr dort hin muss, strahlte sie über das ganze Gesicht, beim abholen ihrer Sachen konnte sie nicht schnell genug wieder zum Auto laufen.
Es war die richtige Entscheidung, auch wenn Andere das vielleicht anders sehen sollten.

Wir standen auf der Warteliste des eigentlichen Wunschkindergartens, wir riefen andere Kitas an, standen auf unzähligen Listen. Es kam nichts. Das nächste Kita Jahr startete und wir standen mit leeren Händen da. Alle Kindergärten sind voll. Oder Nein – Hier und da ist noch ein Platz, aber auch nur für 3 Stunden am Tag, dazu noch ewig weit weg und Preise ab 300 Euro. Das können und wollen wir uns nicht leisten.
Wir hörten Dinge, da klingeln mir die Ohren. Versuchen sie es hier und da und dort, entschuldigen sie, aber sie wohnen auf der falschen Straßenseite, sie müssen zum Vorstellungsgespräch bei den anderen Eltern kommen, U3 gar kein Problem, aber Ü3 ist die Warteliste bis zum nächsten Jahr komplett voll, wir nehmen nur Kinder aus der Nachbarschaft, sie sind in der falschen Gemeinde, wenden sie sich doch an XYZ.
Laut dem Amt sind ALLE Plätze in der ganzen Stadt belegt (Ernsthaft jetzt?), dank Rechtsanspruch würde uns zwar ein Platz zustehen, aber wenn der am anderen Ende der Stadt liegt und ich pro Tag ÜBER 4-5 Stunden unterwegs bin, nur für den Kitaweg, bringt das auch nicht wirklich viel. Tagesmütter? Voll und ein Kindergarten wäre uns schon irgendwie lieber.

So war der Stand, bis jetzt. Letztendlich haben wir 3 Kita-Monatsbeträge bezahlt, dafür, dass sie KEINEN Tag dort war, haben einen Rechtsanspruch, aber keinen Platz.
Ich habe keinen Führerschein, kann und möchte nicht 2 Stunden mit Bus und Bahn zur Kita fahren oder 300 Euro im Monat für wenige Stunden ausgeben.
Vielleicht gibt es Menschen, die über diesen Beitrag fluchen, die hohe Kitagebühr als völlig normal empfinden, vielleicht noch viel weiter zum Kindergarten brauchen oder unter keinen Umständen das Kind aus dem vorigen Kindergarten rausgenommen hätten. Das ist aber meine Meinung. Unsere Meinung.

Vor kurzem bekamen wir dann einen Anruf vom Amt für soziale Dienste. Sie steht auf der Liste der unversorgten Kinder und wir haben das große Glück, dass ein Kindergarten Platz frei geworden ist. Wir sollten uns aber beeilen, denn es gibt direkt schon andere Interessenten. Voller Freude riefen wir an, erkundigten uns und… Ließen es bleiben.
Aufnahmegebühr im 3-stelligen Bereich, monatliche Zahlung, die über 250 Euro betragen, zusätzlich noch regelmäßiges Lebensmittel und Getränke einkaufen für alle Kinder dort. Außerdem Gartenpflege, Kindergarten säubern und regelmäßig im Kindergarten anwesend sein, um zusammen mit den Erziehern die Kinder zu betreuen. Das möchte ich einfach nicht, nicht mit einem Baby zuhause und den sowieso schon hohen Kitakosten. Abgelehnt.
Nur wenige Tage später schickte der Mann mir ein Foto über WhatsApp, „Hier entsteht ein Kindergarten“. „Das wäre doch ideal!“, lachten wir und schenkten dem keine weitere Beachtung. Am nächsten Tag wurde ich dann doch neugierig, googelte, informierte mich und sah, dass dieser Kindergarten schon besteht. Ich fand ein Formular für die Anfrage auf einen Platz, füllte alles aus, sagte dem Mann Bescheid und im gleichen Atemzug bat ich ihn, dort anzurufen – Das geht schließlich schneller, als auf eine Mail zu warten.
Wir bekamen einen Termin, ein einziger Platz wäre noch frei.
Warten. Hoffen. Tausend Mal die Website durchlesen. Und dann kam der Tag.
Wir saßen im Büro und die Kindergarten Leitung erzählte uns, dass sie umziehen. Für einen Moment sah ich mich schon wieder rückwärts rausgehen, wer weiß, wo die Kita hinzieht – Bis sie sagte, dass sie lediglich das Stockwerk wechseln. Der freie Platz war pures Glück. Eine Stunde vor dem Telefonat wurde ein Platz wegen Umzug gekündigt, nach uns stehen schon 2 weitere Eltern auf der Warteliste. Die Krippenplätze – 52 wartende Eltern.
Wir schauten uns die Einrichtung an, hatten ein langes Gespräch und nach fast 1 1/2 Stunden wurden uns 26 Seiten ausgedruckt – Der Kindergarten Vertrag!
Gültig ab Mitte November, vor dem Start kommt sogar der Bezugserzieher zu uns nach Hause, zum Kennlerngespräch. Das Konzept klang gut, anders, als erwartet, aber gut. Die Maus verschwand bei der Besichtigung direkt in einem Raum und wurde richtig sauer, als wir wenig später nach ihr schauten.
Ein paar Wochen noch – Dann geht’s los. Auf ein Neues und dieses Mal hoffentlich als Happy End dieser Story.