Happy valentines day

        

(Unbezahlte Werbung, da Markennennung)

Juchu, es ist wieder soweit!
Der Tag ist gekommen, auf den alle Meckerziegen und Konsumgeile seit Weihnachten gewartet haben. HAPPY VALENTINES DAY!
Die Kreditkarte glüht, das Geld wird zum Fenster rausgeschmissen, es gibt als „kleine Aufmerksamkeit“ die obligatorischen 1.000 Euro teuren Tiffanys Ringe, ein neues Tablet, das 700 Euro teure Smartphone – Nur eine kleine Nettigkeit, ein Geschenk zum Valentinstag. Je teurer, desto mehr Liebe, wisst’a Bescheid ne?
Oder es wird gemotzt und gejault, was das Zeug hält. Scheiss Konsumgeilheit, ekelhafte Verliebtheit, man braucht keinen Tag, um „Ich liebe dich“ zu sagen, buhuhuhu.
Und dann gibt es die Mädels, die Herzluftballons durch die Gegend schmeissen, Glitterkonfetti streuen, rosa Herzkekse backen und super süsse DIY Glitter-Herz-Pinkplüschpuff-Karten für den Freund schreiben. Gibt ja auch keinen Mann, der sich NICHT über die volle Ladung Kitschigkeit, rosa Gedöns und zuckerbefallende Herziherz Kekse und co freut, oder?
Ja, scheisse, dann hab ich echt den falschen Mann zuhause.

Ich lese mir gern die wochenlang geplanten Blogpostings durch, in denen beschrieben wird, wie man niedliche Karten gestaltet, wie man herzige Kekse mit rosa Frosting überzieht, wie die Erdbeersahne Torte noch süsser wird und wo man am besten Herzplüschpuff Deko bekommt. Ich fave, speicher, merke mir Postings. Ich bekomme gern Blumen und Pralinen geschenkt, backe rosa Cupcakes mit Glitzerherzchen und genervt von der ganzen Valentinsdeko bin ich auch nicht.
Ich find’s toll, wenn überall Herzchen sind, man dran erinnert wird, den Liebsten zu zeigen, wie wichtig sie sind und überall special Produkte angeboten werden. Wieso auch nicht? Ich bin ein Mädchen, durch und durch. Inklusive Regenbogeneinhornzuckerwatten Luftschloss.

Aber Hand auf’s Herz. Rosa Karten, mit Parfumgeruch, Glitterbesetzt und mit Washi Tape dekoriert, dazu Zuckerherzen und „Ich liebe dich“ Bärchen – Für die Männer?! Meiner würde sich ja eher über ‚n Schnitzel und ne Karte mit nacktem Frauenarsch freuen.

Wie auch immer – Valentinstag ist doch eigentlich ganz schön. Solang man daraus keinen Wettbewerb macht, wer am meisten Herzchen gepostet hat und wer das teuerste Geschenk bekommt. Oder wie ein missmutiger Grinch „Liebe ist so scheisse“ Kram in der Welt verteilt. Leben und leben lassen, Valentinstag zelebrieren oder einfach weitermachen, wie sonst auch.
Selbst, wenn man sich täglich sagt, dass man sich liebt, wenn man auch an normalen Tagen Zeit miteinander verbringt, selbst dann tut ein nettes Wort am 14.2 gut. Lieber einmal mehr, statt weniger, oder? Es ist ein Tag für die Liebe! Sowas ist doch klasse. In anderen Ländern gilt er als Tag der Freundschaft und Liebe ist doch sowieso soviel mehr, als nur der Mann an seiner Seite. Liebe gilt der Familie, der besten Mama der Welt, der Freundin, dem Kumpel, dem Hündchen, eben allen, die ihr liebt. Und wenn ihr eurem Brötchenverkäufer einfach mal Danke sagt, weil er immer ein Extrabrötchen in die Tüte packt. Denkt an die Leute, die ihr mögt, die ihr gern habt, sagt Danke, ich liebe dich und du bist super, die Herzchenkekse packt ihr für die beste Freundin ein und serviert eurem Mann ein Steak.
Genießt den Tag, gönnt Anderen ihre Verliebtheit und denkt immer daran: Morgen ist bis Ostern wieder Ruhe. Oder bis zum Mutter- und Vatertag… Alternativ: 14.3 der Antivalentinstag Schniblo Tag.

Ein Blick zurück

        


Kalter Wind, der um die Nase weht und ein Geräusch von Holzspänen auf dem Boden, bei jedem Schritt, den man geht. Eine Hand, tief versteckt in der Jacke, die andere an der warmen Hand des Mannes. Die Maus sitzt dick eingepackt im Buggy, ruft „Da“ und zeigt auf all die Lichter und Buden, die aufgebaut sind.
Von einem Stand zum Anderen, überall ein bißchen schauen, ab und zu löst sich meine Hand aus Seiner, um kurz ein Foto zu machen, den Moment und das Licht einzufangen, um direkt wieder in der Hand vom Herzensmann zu verschwinden.
Wir stoppen an einem Fotoautomaten, warten, bis es frei ist und befreien die Maus aus ihrem Fußsack. Zu Dritt quetschen wir uns regelrecht in die mickrige Kabine, die eigentlich nur Platz für eine Person bietet. Geld fällt in den Schlitz und eine Zahl leuchtet auf. Wir rücken noch näher zusammen und es blitzt auf. Das erste Foto ist im Kasten. Wo ist denn das Kind auf dem Bild? Egal, gleich kommt noch ein Foto. Weitere 3 Bilder folgen und die Postkarte wird gedruckt. 4 Fotos, als Erinnerung an den ersten Weihnachtsmarktbesuch mit der Maus in Hamburg. Ihr zweiter Besuch in dieser Stadt.
Lachend schauen wir sie uns an und es zeigt das typische Bild – Ein nicht stillsitzendes Kind und wir. Lächelnd, Grimassen schneidend und zusammen.
Einen Moment bleiben wir noch hier, schauen mit der Maus auf die Musikbühne, wo grade ein paar Leute alles für ihren Auftritt vorbereiten. Hier stehen wir. Als Familie mit waschechtem Kleinkind und einfach nur verdammt glücklich. Sie zwischen uns, das Wesen, was es einfach perfekt macht. Die uns als Familie zusammen bindet und unsere Liebe nur noch mehr gefestigt hat.
Es ist perfekt. So verdammt perfekt, wie es ist. Jeden Tag auf’s Neue, in jedem Moment.

Ich liebe euch Zwei unglaublich.
(Dieser Text, bzw. dieser Moment entstand im Winter 2012)

Weihnachtliche Cupcakes

        

Der letzte Monat im Dezember. Läuft man durch die Strassen, ist alles beleuchtet, es funkelt von überall her. Der Geruch von gebrannten Mandeln liegt in der Luft, die Menschen wärmen sich an heißem Glühwein auf.
Es werden Schokoweihnachtsmänner verkauft, der Lebkuchen ist angebrochen und es fliegen die letzten Krümel des unwiederstehlichen Spekulatius rum.
Es werden Plätzchen gebacken, Mehl wirbelt durch die Luft, die Schokolade wird geschmolzen, bunte Zuckerperlen zum dekorieren liegen bereit.
Wenn ich an die Weihnachtszeit denke, muss ich sofort an Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius, Zimt, Mandeln und Glühwein denken.
Auf Plätzchen hatte ich aber keine Lust, also sind kurzerhand weihnachtliche Cupcakes entstanden.
Darf ich vorstellen? Spekulatius Zimt Cupcakes, mit Plätzchen und Gingerbreadman.

Für’s Rezept braucht ihr folgendes:

Für die Böden:
115 Gramm weiche Butter
160 Gramm Zucker
160 Gramm Mehl
2 Eier
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
125 Gramm Buttermilch
Zimt (Nach Gefühl)
Spekulatius (Ca. 5 Stück)

Für das Topping:
400 Gramm Frischkäse
150 Gramm Puderzucker
1 Vanilleschote
50 Gramm Buttermilch
50 Gramm Sahne

Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier einzeln dazu geben. Mehl mit 1 Prise Salz und dem Backpulver in eine zweite Schüssel geben und abwechselnd mit der Buttermilch in 5 Schritten unterrühren. Spekulatius zerkrümeln und zusammen mit dem Zimt dazu geben (Ich habe ungefähr einen Esslöffel benutzt) und verrühren. In die Muffin Förmchen füllen und bei ca. 170 Grad Umluft 25 Minuten backen.
Für die Creme den Frischkäse mit Vanillemark und Puderzucker aufschlagen, bis es cremig wird. Buttermilch unterrühren und Sahne dazu gießen. Eine Prise Zimt dazu und alles fest und fluffig schlagen, danach für einige Zeit in den Kühlschrank geben.
Nun nur noch das Topping auf dem Boden verteilen und mit Spekulatius oder kleinen Plätzchen dekorieren.
Genießen nicht vergessen!

Ich muss sagen, ich liebe sie. Der Boden ist super fluffig und das Topping die richtige Mischung aus süss, säuerlich und gar nicht so schwer. Der Geschmack ist perfekt für diese Jahreszeit, für den Adventskaffee, für die Familienrunde an den Feiertagen oder einfach zum abendlichen Schlemmen vor einer schönen DVD. Und für die Zeit danach: Einfach Zimt und Spekulatius durch Zitrone, Schokolade oder was euch sonst so einfällt, ersetzen!


Ich war so im Lichterrausch, dass es ein paar mehr Bilder geworden sind. Was so eine Lichterkette und „Engelshaare“ an Deko so ausmachen können…