Zu Besuch in der Hauptstadt

        

(Unbezahlte Werbung, da sichtbare Marken in Bildern, sowie Markennennung)

Im Oktober (So lang ist das schon wieder her?!) ging es für uns eine Woche nach Berlin. Hauptstadtbesuch!
Grund dafür war eine Messe für den Mann, sodass die Maus und ich einfach mal mitfuhren – Kein Papa vermissen für’s Mäuschen und das erste Mal Berlin erkunden, yay!


Was soll ich sagen? Der erste Tag war eher so Nay, statt yay. 4 lange Stunden waren wir unterwegs, geplant war dann, dass der Mann uns am Alex herauslässt und zum Messe Aufbau fährt. Nunja… Ampeln und Verkehr in Berlin sind doch zum kotzen, oder? Gestartet hat alles damit, dass wir ewig an einer Ampel standen, weil die Zeit grad dafür reichte, dass 2-3 Autos durchkamen. Super. Elendig volle Strassen, Radfahrer überall und jeder fährt irgendwie, wie er will. Und ich dachte schon, in Hamburg und Bremen ist das schlimm…
Angekommen am Alex begrüssten uns die Madagaskar Pinguine – Highlight für’s Mäuschen!
Von dort aus zum Potsdamer Platz. Logisch, dass ich mich, mit Orientierungssinn gleich Null, erstmal verlaufe, schlussendlich mit Navi durch Berlin laufe und irgendwann im LP12, der Mall of Berlin lande. So stöberten die Maus und ich uns durch die verschiedenen Etagen, guckten bei Toys’r’us, Playmobil und co. und teilten uns einen Erdbeer-Bananen Smoothie bei Immergrün.
Nach einigen Stunden wünschte ich nur noch den Mann herbei, denn mein Körper ist wirklich gut darin, mir einen Strich durch die Rechnung zu machen. Da ist man in einer fremden Stadt, allein mit Kind unterwegs und… Hat Wehen. Vom Allerfeinsten. Ja, da kann man auch schon mal Tränchen mitten in ‚ner Shoppingmall verdrücken und ein „Ich will nach Hause!“ whatsappen.
Irgendwann machten wir uns nur noch auf den Weg zum Brandenburger Tor, schauten uns die Pferde an, beobachteten die tausenden Menschen, die alle das gleiche machten (Selfies vor’m Tor, mihi) und trafen dann endlich den Mann wieder.
Zusammen fuhren wir noch eine Weile zum Ku’damm, wühlten uns durch den Lego Store und verdrückten einen Shake bei Häagen-Dazs, bis wir ins Hotel fuhren und alle 3 aufatmeten: Endlich die Füße hoch! Das Mäuschen ist binnen Minuten eingeschlafen und wir kuschelten im Bett, schauten noch TV und bestellten uns Pasta vom Lieferservice.
Der erste Tag war also eher semi gut.

Am zweiten Tag gönnten wir uns schon etwas mehr Entspannung, das Töchterchen und ich kuschelten im Bett, machten uns in Ruhe fertig, sie sang fröhlich unter der Dusche, schauten nach Busverbindungen und machten uns irgendwann zu Zweit noch einmal auf zum Ku’damm. Dort angekommen dauerte es vielleicht 5 oder 10 Minuten, bis der Maus im Buggy auf einmal die Augen zufielen. Huch?
Während sie schlief, schlenderte ich dann durch die zahllosen Geschäfte, entdeckte das Weihnachtshaus (Oh my!) und stoppte irgendwann bei Häagen-Dazs, als die Maus aufwachte. Kind-Glücklich-mach-Programm? Eis! So mümmelten wir Eis (Sie) und Shake (Ich) und probierten danach noch ‚ne original Berliner Currywurst. Muss man ja mal gemacht haben und so.
Später kam der Papa wieder dazu und da es langsam spät war, machten wir uns auf zum Abendessen – Schweinske, wuhu!
Wir bewunderten den Ernst-Reuter-Platz, bzw. die wunderbaren Wasser- und Lichtspiele, shoppten noch kurz Getränke und das allerbeste Spekulatius Eis bei Kaisers, der glücklicherweise nicht mal eine Minute vom Hotel entfernt war und schon war Tag 2 um. Joah, schon besser…

 


Tag 3 startete ebenso gemütlich, wie der Vortag, nur mit richtig miesem Wetter. Och nö! Nichtsdestotrotz raus in den fiesen, kalten Regen und mit dem Bus zum Alexanderplatz. Wir wärmten uns bei dm auf, liefen in den dortigen Primark herein, fuhren mit dem Aufzug in die Kinderabteilung und… Direkt wieder raus. Oh mein Gott! Ich hab ja schon Erfahrung mit anderen Primark Standorten, aber der Bremer ist wohl doch der angenehmste.
An der Weltuhr hatten wir dann ein Blinddate mit einer lieben Twittermami – Zusammen verzogen wir uns direkt ins Alexa, was auch sonst bei dem Pisswetter? Einmal Starbucks suchen, Kaffee ordern und alles ist gut. Kurze Zeit später rückte noch eine Twittermami nach und zusammen mit 2 Jungs, einem Mädel und gleich 2 von uns schwanger quatschten wir über Gott und die Welt, bummelten noch kurz durch’s Alexa und stöberten im TK Maxx, bis sich Mami 2 wieder verabschieden musste. Zu Viert liefen wir dann noch zum Subway, stärkten uns und die Kids hatten ihren Spaß. Es vergingen Stunden und es war wirklich schön – Gern wieder!
Der Mann kam und durch’s nervigste Verkehrschaos schafften wir es irgendwann endlich zum nächsten Ziel zu kommen: American Diner Date mit Becky von Mandarin-Peach!
Bei einer riesigen Portion Pasta, Burger, Nuggets, Pommes und Cookie Shake quatschten wir gemütlich und ließen den Tag schön ausklingen. Tag 3 – Yay, geht doch!

Tag 4 und somit der letzte Tag ganz ohne den Mann sollte das Highlight der ganzen Woche werden – Nach über 4 Jahren endlich das erste Treffen mit 2 von den tollsten Mamis der Welt!
Wirklich viel haben wir nicht gemacht – Am Alex trafen wir uns und der erste Weg ging mit der tollen Dine, Diana und ihrer Tochter zu Starbucks. Wir quatschten, quatschten und quatschten, tranken ein bißchen Kaffee und co. und liefen dann weiter zum Neptunbrunnen. Während die beiden Kids Blätter sammelten, die Maus Runde um Runde um den Brunnen lief und S. „Let it go“ sang, machten wir Fotos. Viele Fotos. Von dem Handy und dem und dem, der rechts und der links, der in der Mitte und jetzt zu Zweit, lächeln, Quatsch machen, die anderen Mädels in der Gruppe mit Bildern zuspammen und vor allem eins haben: Spaß!
Es war unglaublich toll und die Zeit verging im Flug. Es wurde dunkel, Diana und Tochter verabschiedeten sich, die Maus wühlte noch eine Runde im Rucksack von Dine und zusammen standen wir noch eine Ewigkeit am Alex und redeten über Gott und die Welt. So sieht Freundschaft aus! Mädels, ich kann es kaum in Worte fassen, wie toll es war, euch zu sehen, Mettpower for ever!
Tag 4? Der beste Tag der Woche.

Tag 5 stand an und somit der letzte Tag in der Hauptstadt!
Früh klingelte der Wecker, denn Gepäck von einer Woche wollte zusammen gesammelt werden und der Check Out aus dem Hotel stand bevor. Aus dem Hotel raus, machten wir uns auf den Weg zu einer Tankstelle und irgendwie war hier alles anders, als in der Heimat. Freistehende, große Tankstellen? Weit gefehlt. Nur durch Zufall entdeckten wir eine Tankstelle, die komplett eingebaut war. DAS muss man auch erstmal wissen!
Mit Sprit im Tank fuhren wir zum Ku’damm, noch ein wenig stöbern. Wir guckten uns zusammen das Weihnachtshaus, bzw. Käthe Wohlfahrt an und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus – Soviel Glitzer, Weihnachten und Deko. Am liebsten hätten wir wohl den ganzen Laden eingepackt.
Weiter ging es zum Berliner Zoo und damit war der Tag fast verplant. Zoo’s sind hier so wahnsinnig teuer, da war der Berliner ein totales Schnäppchen. Wir schauten uns alles an, die Maus war fasziniert von den Affen und wollte einen Pinguin am liebsten mit nach Hause nehmen (Verstehen kann ich sie ja), aber davon erzähle ich euch in einem anderen Blogpost mehr.
Zum Abschluss gab es noch ein letztes Eis, bzw. für uns Erwachsene einen letzten Shake bei Häagen-Dazs, bevor wir noch einen kurzen Abstecher zum LP12 machten, H&M Home besuchten und dann auf die Autobahn fuhren.
Doch bevor wir nach Hause fuhren, hielten wir noch in Hannover, ein kurzes durchatmen nach so einer langen Fahrt und ein Abendessen bei Jim Block. Lieblingsburger, eine kleine Stärkung und dann aber wirklich: Ab nach Hause!
Totmüde kamen wir nachts zuhause an, hievten nur noch das Gepäck in den 3. Stock (Bzw. der Mann, mit Kugel ist das ja so eine Sache) und fielen so ins Bett. Tut das gut, wieder in den eigenen 4 Wänden zu sein!
Das Mäuschen war völlig k.o. und schlief sofort (Was sie im Auto ja auch schon tat) und wir machten es ihr nach.
Home, sweet Home…
Und eigentlich war Berlin auch gar nicht so doof, sondern ganz gut. Wir (Oder Ich) haben eine Menge toller Erinnerungen mit heim genommen und für den ein oder anderen Moment würde ich gern die Zeit zurück drehen. Fest steht: Wir kommen wieder! Irgendwann… Zu Viert und mit mehr Zeit zusammen, ohne Arbeit.

 

Die Babywelt ist Blau

        

Nach unserem Kurzurlaub in Hamburg spüre ich immer wieder ein kleines flattern im Bauch. Das wird doch nicht..? Doch, die ersten zaghaften Bewegungen des Babys sind zu spüren. In ein paar Tagen startet die 15. Woche, bei der Maus nahm ich das flattern erst gegen die 20.SSW wahr, hui, geht das diesmal schnell!
Wir hibbeln ohne Ende dem nächsten Termin entgegen, haben wir doch beim letzten Mal mit der Ärztin ausgemacht, dass wir dieses Mal nach dem Geschlecht schauen wollen. Wir sitzen im Wartezimmer und warten gefühlt endlos. Die ganze Mädelsgruppe auf WhatsApp hibbelt mit und alle sind sich sicher – Makkaroni Power (Wie es so schön ausgedrückt wird, hihi)!
15+6 bin ich nun und das erste Mal wird auf dem Bauch geschallt. Ein kleines, schlafendes Baby präsentiert sich uns, in einer super Lage, um genaustens schauen zu können. Die kleine Schlafmütze!
Das Herz schlägt kräftig und stolze 15cm und 141g misst die Frauenärztin. Es wird zwischen die Beine gezoomt und ich stocke. Hier braucht man keine großen Kenntnisse, so deutlich ist es zu sehen. Wir werden gefragt, was wir meinen – Der Mann hält sich zurück und ist sich nicht sicher. „Junge!“ sage ich und liege damit völlig richtig – Die Geschlechtsmerkmale sind deutlich zu erkennen. Hier braucht man keine Spekulationen oder ein „Ich bin mir nicht sicher“ – Die Maus kriegt einen Bruder!
Wir sind total geflasht und ich muss die Tränen unterdrücken, endlich haben wir Gewissheit! Der Wunsch nach einem Mädchen war da, aber geglaubt habe ich nie daran. Ein kleiner Junge, ein Babyboy…
Während wir an der Anmeldung einen neuen Termin ausmachen, ruft meine Freundin an. Der Mann gibt mir sein Handy weiter und ich erzähle ihr die Neuigkeit. Sie freut sich so sehr, dass sie durch’s Telefon schreit – Die Arzthelferin muss lachen und wieder habe ich Tränchen in den Augen, vor lauter Glück. Ich kann alles noch gar nicht begreifen, ein Junge! Ein kleines Pärchen.
Vor der Praxis steht meine Mama mit der Maus, sofort werden die Ultraschallbilder gezeigt. Auch sie hatte auf ein Mädchen getippt, stand während des Termins vor blauen Babysöckchen…
Ich fotografiere das Beweisfoto und schicke es der Gruppe, die schon ungeduldig warten. Tzatziki Men, Schnippi und Makkaroni heißt es und alle freuen sich riesig. In der zweiten Runde bekommen wir alle irgendwie Jungs, als wir uns damals kennen lernten, waren wir fast alle mit unseren kleinen Mädels schwanger.
Auch in den folgenden Tagen kann ich es kaum realisieren, obwohl ich es von Anfang an im Gefühl hatte. All die tollen Mädchensachen vom Mäuschen! All die wunderbar rosanen Strampler.. Dennoch kommt langsam die Freude und ich kann mich nicht zurück halten – Die ersten blauen Strampler werden gekauft und babyblaue Sternchen Spucktücher wandern in die Shoppingtüte… Und auch die Freundin shoppt drauflos – Lustigerweise haben wir ziemlich denselben Geschmack, sodass wir gleich beide denselben Strampler kaufen. Doppelt hält besser, oder wie war das?
Wir machen uns auf die Suche nach Babyschuhen für ein anstehendes Shooting und finden dunkelblaue, weiche Schühchen in Grösse 10/12. Die sind so winzig! Während wir in der Babyabteilung stöbern, schaut auch die baldige große Schwester fleissig nach Sachen und landet prompt in der blauen Abteilung. „Oh“‚s und „Ah“‚s kommen von ihr, immer wieder möchte sie uns kleine Babysachen unter schmuggeln, weil Baby doch was zum anziehen braucht. Kleine Shoppingqueen!
Leider macht mir die Übelkeit wieder mehr zu schaffen und auf einmal sind keine Bewegungen mehr zu spüren. Sobald ich mich ein wenig mehr bewege, wird der Bauch steinhart und ich bekomme krampfartige Schmerzen. Zur Sicherheit fahren wir letztendlich ins Krankenhaus, nachdem 8 Tage völlige Ruhe im Bauch herrscht. Sonst waren da doch täglich kleine Stupser…
Im Ultraschall dann die Erleichterung: Die Vorderwandplazenta ist schuld, denn das Baby ist putzmunter. Die Maus sitzt neben mir, möchte unbedingt meine Hand halten und ist völlig verliebt. Das erste Mal sieht sie ihren Bruder im Ultraschall, sieht ihn strampeln und erzählt uns ganz aufgeregt, dass dort ein Baby im TV ist.
Direkt am nächsten Tag merke ich auf einmal wieder zaghafte Bewegungen – Frech ist der Kleine also jetzt schon…
Während nun regelmäßig Bewegungen zu spüren sind, halten mich Übelkeit und Schmerzen immer noch auf Trap. Bei einem Tagesausflug, bei dem wir stundenlang auf den Beinen waren, stehe ich auf einmal mitten in der Fußgängerzone und muss mich zusammen reissen, den Mageninhalt bei mir zu behalten. Doch das war an dem Tag erst der Anfang.. Kurz bevor wir nach Hause fahren wollten und noch kurz eine Runde im Supermarkt schlenderten, werden die Schmerzen so schlimm, dass ich gekrümmt im Laden stehe und den Schmerz veratmen muss. Mehrmals hintereinander. Bin ich froh, als wir im Auto sitzen!
4 Tage später ist es wieder Zeit für die Vorsorge. Die Ärztin rät mir zu einer Erhöhung des Magnesiums und wir sind uns relativ einig, dass dies wohl Wehen waren. Zur Sicherheit schaut sie nach dem Muttermund und dem Gebärmutterhals, der bei knapp über 3cm liegt – Noch soll es aber kein Grund zur Sorge haben.
Das große Screening zwischen der 19. und 22. Woche wird gemacht und zu sehen ist ein kleines Baby, dass fröhlich kaut und mit den Armen wackelt. 343g und 23cm sind es – Ab heute wird nämlich komplett gemessen. Alles ist optimal entwickelt, die Plazenta liegt zwar immer noch vorn, aber dennoch merke ich deutlich kleine Tritte, mehrmals am Tag, die man mit viel Glück auch schon von außen wahrnehmen kann.
Einen Tag später haben wir schon die Halbzeit erreicht, Wahnsinn, wie schnell das auf einmal geht!

(Outing! In der 15+6SSW)

(19+6SSW, Bauchbild bei 18+5)

Hier geht’s zu den vorigen Blogpostings zur Schwangerschaft:
„4 zu 0 und ein Pünktchen für uns“ – Der erste Frauenarztbesuch
„Lasst das hibbeln beginnen – Oder so ähnlich“ – Der positive Test
„Aus 3 mach 4 – Ein kleines Herzchen“ – Schwanger!

4 zu 0 und ein Pünktchen für uns

        

2 kleine Striche. Deutlich erkennbar und mit der Mitteilung: Ab jetzt wird alles anders!
Und das wurde es. Quasi pünktlich zum testen, stellte mein Körper auf „Achtung Achtung, schwanger!“ um. Noch am selben Abend, nach dem morgentlichen testen, konnte der Mann nur über beide Ohren grinsen und ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Da sitzt man spät am Abend im Auto und die Frage nach Essen bringt mich so aus dem Konzept, dass ich letztendlich anfange zu heulen. Im Auto. Weil ich auf irgendwas Lust habe, aber keine Ahnung worauf. Hallo Hormonchaos!
Am nächsten Tag bin ich völlig ausgeknockt. Mein Tag ist irgendwo zwischen Sofa und Badezimmer, ich fühle mich elend, wie lange nicht mehr und muss meine Mama bitten, sich um die Maus zu kümmern. Ihre erste Frage an mich war, ob ich schwanger bin. Tja, so kann man das natürlich auch mitteilen. Mamas wissen eben alles!
Mir geht es zwar irgendwann besser, aber die Morgenübelkeit sagt täglich Hallo, begleitet mich durch den Tag und in der ersten Phase kam so ziemlich alles Essbare wieder raus, was ich vorher zu mir genommen habe.
Wir hibbeln dem ersten Frauenarzt Termin entgegen, fast 3 Wochen warten wir und von Tag zu Tag wird die Sehnsucht größer, ein kleines Baby im Ultraschall zu sehen. Schlägt das Herz? Ist alles ok?
An diesem Tag wird das erste Deutschland Spiel in der WM übertragen. Wir sitzen im Wartezimmer, der Mann versucht Twitter zu aktualisieren, draußen hupen die Autos und man muss schon genau hinhören, um im Radio das Spiel zu verfolgen. Wir sind die einzigen Leute im Wartezimmer, werden ins Sprechzimmer gerufen und nach einem kurzen Gespräch geht es auch schon an den Ultraschall.
Kaum ist der Bildschirm an, sieht man ganz klar und deutlich ein kleines Fleckchen und einen deutlichen Herzschlag. Das ist soviel besser, als Fußball!
Ich muss meine Tränen unterdrücken, während die Ärztin schallt und der Mann neben mir strahlt. Auf 6+6 datiert sie mich, der vorraussichtliche Entbindungstermin wird der 3.Februar sein.
Ich kann es immer noch kaum fassen, als wir aus der Praxis herauskommen und von meiner Mama und der Maus erwartet werden. Die Beiden schauen sich die Ultraschallbilder an und das Mäuschen erkennt sofort, dass das ein Baby ist. Unser Baby!
Wir fahren nach Hause, der Mann kann sich noch die letzten Minuten vom Spiel anschauen, während ich schon tausende Nachrichten in der Whats App Gruppe der Mädels habe. Ultraschallbilder werden verschickt, gemeinsam wird sich gefreut.
4:0 für Deutschland, ein kleines Pünktchen für uns…

Eine Woche später ist der Geburtstag des Mannes. Wir ziehen dem Mäuschen ein Shirt mit dem Aufdruck „Grosse Schwester“ an und eine Sweatjacke drüber. So fahren wir zu meiner Familie und direkt beim ausziehen der Jacke ist alles klar.
Wieder einmal heule ich vor lauter Hormonen, mein Vater grinst und auch meine Oma freut sich. Das Mäuschen sieht so zuckersüss aus und die gesamte Familie freut sich über das kleine Wesen in meinem Bauch. Sie können es kaum erwarten, bis wir erfahren, was es wird, der Entbindungstermin ist noch viel zu lang hin und es wird auf ein Mädchen spekuliert…

4 Wochen ziehen sich wie Kaugummi, bis der nächste Termin zum Ultraschall ansteht. Mir geht es schlecht, ich bin schlapp, müde, habe ständiges Bauchweh und die Übelkeit hat mich vollends im Griff. Kaum etwas bleibt drin und es zerrt an den Nerven. Von der Ärztin bekomme ich Tabletten, die importiert werden müssen, aber auch die helfen nicht. Eine Infusion steht im Raum, aber das kleine Baby wieder im Ultraschall sehen zu können, entschädigt einfach für alles.
Es wuselt in meinem Bauch umher, dreht sich, strampelt und für einen Augenblick sieht es aus, als würde es uns zuwinken. Die Ärztin druckt uns einige Fotos aus, alles ist wunderbar entwickelt und wir können sogar frontal das Gesicht anschauen. Mittlerweile bin ich 10+6…
In derselben Woche startet unser Kurzurlaub in Hamburg und wir können einfach nicht wiederstehen, die ersten Babysachen zu kaufen.
Wir stöbern bei Babywalz und entscheiden uns für einen Kinderwagen, während die Maus ihre Minnie Maus im Buggy durch den Laden schiebt, die Minnie schlafen legt, in einem Hochstuhl füttern will und immer wieder in „Ohhh“‚s und „Ahhh“‚s verfällt. Ich könnte auf der Stelle wieder Tränen verdrücken, wie sie ihre kleine Minnie Maus in ein Babybettchen liegt und liebevoll zudeckt, eine Spieldecke holt und mit dem Spielbogen wackelt, damit Minnie gut entertaint wird. Sie verhält sich wie eine große Schwester und mein Herz macht einen riesen Spring, sie so zu sehen.
Wir kaufen einen winzigen „Hello World“ Body, ein kleines rot/blaues Häschen, welches die Maus schon einmal für ihr Geschwisterchen einkuschelt und lassen es uns gut gehen.
Am Strand macht der Mann ein Foto und da ist doch wirklich schon ein wenig Babybauch zu sehen…

Hier geht’s zu den vorigen Blogpostings zur Schwangerschaft:
„Lasst das hibbeln beginnen – Oder so ähnlich“ – Der positive Test
„Aus 3 mach 4 – Ein kleines Herzchen“ – Schwanger!