Bremen am Abend

        

Wenn die Stadt menschenleer ist, dort, wo sich normalerweise zig Menschen tummeln. Dort, wo sonst all die Marktstände vom Wochenmarkt stehen oder die Touristen Fotos knipsen.
Es ist dunkel und bitterkalt, ein paar Straßenmusiker singen „Halleluhja“, ansonsten ist es still und friedlich auf den Straßen. Manchmal, da kann es kalt, dunkel und menschenleer sein – Und manchmal ist das wahnsinnig schön.
(Entschuldigt die schlechte Handyfotoqualität)




(Liebfrauenkirche, Roland, Stadtmusikanten, Marktplatz, Obernstraße)

Des Minis Anekdoten

        

Der Mini, der ist schon so ne Marke für sich. Wahnsinnig liebevoll, aber auch ganz genauso frech und ein echter Quatschkopf. Was hier manchmal für Gespräche oder Situationen entstehen, ist der Wahnsinn und viel zu oft kann man sich all das gar nicht merken, obwohl es doch so niedlich ist. Ein kleines Best-Of (Was mir zumindest jetzt grad in den Kopf kommt)? Bitteschön:

(Der Mini, 3 Jahre und 1 Monat alt)

Der Mini wird gegen 22 Uhr noch einmal wach und möchte nicht mehr schlafen. „Was möchtest du denn machen?“ „Aufstehen, fernsehen gucken!“ „Aber nachts kann man gar kein Fernsehen gucken, da funktioniert der TV nämlich nicht!“ „Oh nein… Anrufen, heile machen! Dann Baum abholen.“
Der Baum – Das ist der Weihnachtsbaum. Den vermisst er seit dem Tag, als wir ihn abends, als er schon im Bett war, abbauten. Seitdem fragt er ständig nach dem Weihnachtsbaum und wenn wir ab und zu draußen umher laufen, ruft er ihn sogar: „Weihnabaum, bist du? Wo bist duuuuu?“

Ganz ganz groß ist auch das Lied „Aramsamsam“. Kennt ihr das? Seitdem er dies im Kindergarten gelernt hat, ist das hier Dauerthema. Gern springt er beim abendlichen Kuscheln, vor dem schlafen gehen, auch einfach mal auf, singt und tanzt dieses Lied – Um dann einfach mit dem kuscheln weiter zu machen. Oder ihm fällt es urplötzlich auf dem Supermarktparkplatz ein – Dann kann man dort schon mal stehen und „Whulli Whulli“ (Wie er es nennt) machen und sich zu „Arabi“ verbeugen.

Schön ist es übrigens auch, wie toll sein geliebter Teddy reden kann. Wenn man nämlich was nicht darf, dann heißt es ganz schnell mal „Teddy Ja sagt“ und dann darf man es eben doch. Klasse, nicht wahr?

Der Mini freute sich auch total über seinen Geburtstag. Da wird gehüpft und gesprungen, wenn man ihm sagt, wie oft er noch schlafen muss oder ihm ein paar Dekoteile zeigt. Er zählt auf, wen er alles einlädt, er wünscht sich ganz klar Mickey Maus und Autos und noch viel wichtiger: Einen Schokokuchen und gefeiert wird am Tisch. Wie es sich gehört, hm?

Mittlerweile kann ich nicht mehr zählen, wie oft wir über unsere Waschmaschine reden. Diese war Ende 2017 kaputt und der Mini war live dabei, wie der Papa die Maschine aufgebrochen hat (Die Technik ist durchgeschmorrt und wir kamen nicht mehr an die Wäsche) und die Leute vom Elektromarkt kamen, die alte Waschmaschine mitnahmen und die Neue angeschlossen haben. Jetzt erzählt er uns quasi 3 bis 5x am Tag „Neue Ississi (Herrlich, wie er das ausspricht, das kann man ihm tausend Mal erklären, aber nö. Es klingt aber so süss!), Alte kaputt. Papa kaputt gemacht! Neue gekauft. Streicheln!“ Ja und dann steht er tatsächlich da und streichelt die Waschmaschine. Mit Liebe hält alles besser…

Wenn wir über den Vormittag im Kindergarten reden, läuft es in etwa so ab – Die Maus: „Also ich war heute im Raum XY mit XYZ, habe Blabla gemacht und Bla und mit XY Bla. Und dann noch…“
Der Mini: „Essen, spielen, essen.“ Quasi das wichtigste auf den Punkt gebracht.

Silvesterraketen fliegen in den Himmel, es leuchtet und knallt draußen. Der Mini ruft: „Oh nein! Das ist das Ende… Der Krampus kommt.“

Morgens, halb 8 in Deutschland. Auf dem Weg zur Kita. „Mama Kuchen mitnehmen. Erdbeerkuchen!“ Unsere Kita ist übrigens zuckerfrei…

Der Mini soll schlafen. „Du gehst jetzt bitte in dein Bett.“ „Nein! Ich will reden!“ Wichtige Gespräche führt man halt grundsätzlich vor dem schlafen gehen…

Ganz heiß begehrt und gefühlt tausend Mal am Tag kommt es zu folgender Situation. Egal, ob unterwegs, am Esstisch, vor dem schlafen gehen oder morgens, wenn man ungefähr 3 Sekunden die Augen auf hat. „Mama?“ „Ja?“ „Ähm..“ Und dann fällt ihm nach reichlich Überlegung irgendwas ein. Und sei es nur, dass er die Farbe seines Shirts mitteilt. Kaum hat man geantwortet, direkt wieder „Mama?“ „Ja?“ „Ähm…“ – Stunden.lang. Und unfassbar niedlich.

Morgens, viel zu früh, im Halbschlaf. Er springt aus seinem Bett, krabbelt zu mir ins Bett, steigt über mich rüber und ich bekomme einen Kuss auf den Mund, auf die Wange und auf die Stirn. „Morgeeeeen! Mama? Aufstehen. Hell draußen. Kommst du mit? Mama!“

Auch beliebt: „Oah.. Ehrlich jetzt?“ „Nich schon wieder!“ und andere Dinge, bei denen man halt einfach nur grinsen kann. Der Mini. Einzigartig und einfach toll.

 

To be continued…

 

Happy 2018

        

Hallo, ist da jemand? Schreibblockade kann man das nicht nennen, was hier in den vielen, vielen Monaten los war. Bis auf ab und zu ein paar Unboxing Postings, passierte hier ja.. Sagen wir mal, nichts. Noch am Anfang des letzten Jahres hatte ich mir fest vorgenommen, wieder öfter zu bloggen. Über all möglichen Kram, der mir so im Kopf rumschwirrt. Weil ich es liebe, zu schreiben, den Austausch mag, bloggen möchte. So oft dachte ich darüber nach, öffnete den Blog Tab, hatte die App auf dem Handy, überlegte mir Texte, hatte im Kopf alles formuliert. Tja, und dann kam das Leben.
Die Bloggersphäre hat sich deutlich verändert, dieses ganze Oberflächliche (Nein, natürlich sind nicht alle so!), so perfekt wie möglich, so regelmäßig wie möglich, immer die Klickzahlen vor Augen und co. ist nichts für mich. Für mich sind Worte Gefühle zum Ausdruck bringen, hierbei kann ich abschalten, loswerden, was man nicht sagen kann, durchatmen, den Kopf sortieren, reflektieren.
Ich lese noch immer viele Blogs, so viele liebe Mamis, habe ich in meiner Follow Liste, persönliche Blogs mit wunderbaren Kolumnen, Daily Alltag und ich klicke sie mit Freude an. Und jedes Mal, da möchte ich auch wieder losschreiben. Und dann weiß man einfach nicht worüber… Hier und da ein Tweet, viele Instagram Bilder, manchmal mit ausschweifenden Texten, Persönliches. Kommentare und Replies, der Austausch findet einfach dort statt – Nicht hier. Also wofür noch bloggen? Oft habe ich schon angefangen zu tippen, es als Entwurf gespeichert und doch nie veröffentlicht.
Bei Instagram und Twitter entscheidet man selbst, wer mitließt. Hier nicht so recht. Und das macht es manchmal schwer, einfach drauflos zu tippen. Es gibt Menschen, die sollen nicht lesen, was bei uns so los ist. Die sollen keine Fotos der Kinder sehen. Aber eigentlich sollte es mir auch völlig egal sein, was sie sehen oder nicht sehen, denn es ist unser Leben, ganz allein. Und das ist auch ganz gut so.
Vielleicht kommt hier ja nun ab und zu mal wieder etwas mehr. Anekdoten, Alltagskram, Bilder, die ich teilen möchte, Gedanken, die man loswerden will. Seid ihr dabei?

2017 war durchwachsen und hatte einiges im Petto.
Der Mini wurde 2 (Und bald wird er schon 3!) und bei der Maus war einige Male die Zahnfee zu Besuch. Der erste Zahn fiel ganz unerwartet, kaum teilte sie uns mit, dass er wackelt, war er auch schon raus. Schuld daran war ein Keks… Der Zweite fiel mit einer Bockwurst auf den Gehweg, nachdem wir einen wunderbaren Tag am Meer und im angrenzenden Schwimmbad hatten. Und den Dritten zog sie sich einfach so raus.
Ich ließ mir einige Tattoos machen (Z.B. ein König der Löwen Motiv, Tinkerbell und das Disneyschloss und eine Minnie Maus) und wir waren bei einer Babyparty, mit den aller, allertollsten Mädels.
Der Mini startete Anfang März mit der Kita Eingewöhnung und der Start war doch etwas holpriger, als gedacht. So viel Spaß wie er hatte, so schwer fiel ihm auch die Trennung von mir. Aber auch das bekamen wir hin und mittlerweile freut er sich täglich, in den Kindergarten zu gehen und hat einen wahnsinns Sprung gemacht, was seine Sprache und sein Auftreten betrifft.
Meine Familie bekam Zuwachs in Form eines Hundes, Micki. Wir alle vermissen Jerry noch immer bitterlich, aber der kleine Mann stellt ordentlich alles auf den Kopf und das ist auch gut so.
Wir waren einige Male in Hamburg und ein Trip davon bleibt mir sehr im Gedächtnis. Nämlich, als der Mann und ich Hochzeitstag hatten, nur zu Zweit dort waren und den Tag unter anderem am Strand verbrachten. Einfach mal die Augen über’s Meer schweifen lassen, das Gedankenchaos abschalten und genießen. So wichtig. So schön.
Nicht zu vergessen, die regelmäßigen Freundinnen Dates. Zu Zweit, mit aller Zeit der Welt, viel Gequatsche und noch mehr Spaß. Qualitytime.

(Über) 8 Jahre sind der Mann und ich nun schon zusammen und 2017 durften wir dann unseren 5. Hochzeitstag feiern. Und jeden Tag merken wir einfach, dass wir alles richtig gemacht haben. Wir beide, das ist für immer. Zusammen mit den wundervollsten Kindern, 2 kleinen Chaoten, die es faustdick hinter den Ohren haben und so liebenswert sind. Mit einer Familie im Rücken, die immer für uns da ist und Freunde, die besser nicht sein könnten. Egal, ob nur wenige Meter Entfernung oder zig Kilometer entfernt. Ich habe die beste Freundin und die beste Mädelstruppe der Welt – Zusammenhalt in guten, wie in schlechten Zeiten, mit dem Herz am richtigen Fleck…
Und Trauzeugin geworden bin ich 2017 übrigens auch noch. Ich freue mich so unfassbar auf diese Hochzeit, weil sie das Glück einfach so sehr verdient hat – Und genau in so einem Moment, möchte ich an ihrer Seite stehen.

Ihr seht, es ist viel passiert. Viel, viel schönes. Und manch schlechtes. Aber einige Dinge gehören dann doch nicht hierher, jetzt nicht, vielleicht irgendwann später. Wenn man die Hände auf der Tastatur hat und einfach schreiben will…

Ich bin unfassbar gespannt auf dieses neue Jahr. 2018. Es startet damit, dass der Mini Ende des Monats 3 Jahre alt wird und zu den Großen in der Kita gehört, die Maus wird eingeschult und ich weiß derzeit nicht, wer aufgeregter von uns Beiden ist. Vorbei die Kita Zeit, Willkommen Schulalltag…
Wir hoffen, dass wir es dieses Jahr endlich nach Berlin schaffen, nachdem wir 2014 das letzte Mal dort waren und ein Besuch 2016 geplatzt ist. Da wohnt nämlich ein Disney verrücktes Mädel und ihre 2 Töchter, die ich einfach unfassbar ins Herz geschlossen habe. Ebenso, wie die Maus ihre Freundin S.
Das ein oder andere Mal Hamburg wird es bestimmt auch wieder geben und hoffentlich viel, viel Familienzeit und Qualitytime. Es gibt nichts wichtigeres, als das Herz mit schönen Erinnerungen und Momenten zu füllen, Kraft zu tanken, inne zu halten und sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Menschen, die einem gut tun. Die da sind und man im Herzen hat.
Es sind die kleinen Dinge, die wichtig sind. Es sind die schönen Momente, die bleiben.

Ich wünsche euch allen ein wunderbares neues Jahr. Mit vielen Höhen und ohne großartigen Tiefen. Mit viel Liebe, einer ordentlichen Portion Glück und viel Gesundheit.
Bis bald.